Freitag, 15. Februar 2008

Das Out für Burnouts?


Im Magazin, das morgen erscheint, behauptet Birgit Schmid, dass 90% der Burnouts keine sind. Autsch! Geht es hier um Begriffe oder um Stammtisch-Psychologie? Ist dies die Kehrtwende der überpädagogisierten, psychologisch verweichlichten Gesellschaft? Oder provoziert die Provokateurin einmal mehr?



Lest selber und sagt uns eure Meinung: Wo brennt's denn?

Kommentare:

smilie hat gesagt…

Und wie rechtfertige ich mein Wellness-Weekend ohne Kinder? :o)

Im Ernst, ich finde die Sichtweise von Brigitte Schmid zwar interessant zu lesen, aber auch gefährlich. Solche Artikel tragen dazu bei, dass Arbeitnehmer, die vor dem Burnout stehen, nicht ernst genommen werden. Und sie legitimieren Arbeitgeber, noch mehr von ihren Mitarbeitern zu verlangen. Mein Mann stand mal kurz vor einem Zusammenbruch, glaubt mir, den Burnout gibt es!

pumuckl hat gesagt…

Bin mit Frau Schmid total einer Meinung: Was heisst schon Burnout? Lernt Grenzen zu setzen und euch zu wehren, anstatt zu jammern! Das ist wie mit den Depressionen, etwas Selbstmitleid ist ja o.k. aber danach muss man aufstehen und weitermachen. So sehe ich das...

Anonym hat gesagt…

Es ist doch total schnurz, ob die Sache Burn-Out oder Erschöpfungsdepression genannt wird. Tatsache ist, dass Menschen manchmal so k.o. sein können, dass sie nicht mehr ein noch aus wissen. Und zudem eine ganze Reihe von öden körperlichen Symptomen entwickeln können...z.B. Schlafstörungen, Hörsturz etc. etc. Wenn blosses "sich zusammenreissen" da nützen würde, würdens die Betroffenen bestimmt gerne tun! So eine blöde Bemerkung! Vermutlich ginge es eher darum, sich die eigene Erschöüfung einzugestehen und trotz allem gesellschaftlichem Gejubel um dauernde Höchstleistung einfach mal auszuruhen. Doch das besonders Fiese für Mütter: Wie soll frau sich erholen, wenn sie zuhause rund um die Uhr gebraucht wird? Eine eigentliche Erholungskur, davon können Mütter in der Schweiz ja nur träumen, da es ja praktisch keine Klinik gibt, wo Kinder mit könnten.
Da liegt doch das Problem: Was fängt eine Mutter DANN an, wenn sie einen Burn-Out oder eine Depression eingefangen hat? Da beginnt die grosse Ratlosigkeit. Auch bei den Ärzten!

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