Donnerstag, 29. Juli 2010

Kurze und lange Pendenz-Listen

Dieser Beitrag erschien erstmals am 9. Januar 2008... Unnötig zu erwähnen, dass die langfristige Pendenzliste immer noch nicht abgearbeitet ist...

Heute ist der Kleine bei der Schwiegermutter und ich kann endlich einen Teil meiner Pendenzliste abarbeiten. Darauf habe ich alles notiert, was ich schon immer mal erledigt haben wollte. Und damit meine ich alles andere, als die ewig wiederkehrenden Aufgaben wie Einkaufen und sauber machen.




Dafür brauche ich ja keinen Reminder mehr, diese „Versäumnisse“ habe ich ja ständig vor Augen. Es sind die vielen kleinen, teils aufwändigen, teils nicht nur von mir abhängigen „Sächelchen“, die ich endlich hinter mich bringen will.

Da gibt es die kurzfristige Pendenzenliste:

- Dankes-Karte nach Japan schicken für das schöne Weihnachtsgeschenk
- Atelier putzen
- Sommerkleider (!) ausssortieren
- Badezimmer-Schränke misten
- Auto saugen
- Paket an La Redoute zurückschicken

Etc. etc.

Ich denke, ich brauche euch nicht zu erklären, was darauf alles noch Platz fände.

Die laaaaangfristige Pendenzenliste ist jedoch die, bei der ich Gänsehaut kriege. Da stehen Sachen drauf, die haben sich mittlerweile von selber erledigt (soweit, so gut), aber vor allem andere, die ich nun schon seit Jahren (!) vor mich hinschiebe.

Von selber erledigt hat sich bspw. das Weekend in Vals mit einem befreundeten Paar. Das war 2001 ihr Hochzeitsgeschenk an uns, wir fanden aber nie einen passenden Termin. Mittlerweile sind sie nicht mehr zusammen, Pendenz erledigt.

Ebenfalls von selber erledigt hat sich das Ablaugen und neu streichen der Baby-Spielzeug-Truhe unseres Göttibuben. Er ist mittlerweile 8 Jahre alt und spielt Playstation. Pendenz erledigt.

Jahre später...

Aber es gibt eben auch die Dinge, die weiterhin auf der Liste verharren und mich verhöhnen.

- Fotos ins Album kleben (seit 2004, der Geburt unseres Sohnes)
- Überhaupt: Fotos drucken
- Keller aufräumen

Etc.

Ihr seht mein Problem? Habe die Fotos (im Gegensatz zu Bänz Friedli) nicht gezählt, aber erfahrungsgemäss sind frischgebackene Eltern für Fotolabors ziemlich lukrativ. Hunderte, wenn nicht tausende Bilder warten in diversen IKEA-Schachteln, darauf, eingeklebt zu werden... Um danach im aufgeräumten Keller aufgereiht zu werden.

Werde mich also morgen (heute kann ich nicht, ich schreibe ja gerade) an meine kurzfristige Pendenzliste machen. Und an die langfristige, wenn ich mal Zeit habe. Bald. Versprochen.

Mittwoch, 14. Juli 2010

Lecker spielen


Eigentlich ist IKEA fies. Denn sie erinnert mich immer daran, wie eine gute Mutter zu sein hätte. Neuerdings sogar mit einer Spiele-App für's iPhone.


Wie schon mehrmals erwähnt, spiele ich nicht gerne. Mit kleinen Kindern, meine ich. Sobald sie nämlich in einem Alter sind, in dem Gin Rommé, Schach oder Dame keine Fremdwörter mehr sind, beginnt auch mir das Spielen mit Kindern Spass zu machen. Aber vorher?

Wenn sie ganz klein sind, musst du sie gewinnen lassen, damit sie nicht vor Enttäuschung davonrennen. Dann riskierst du, den Moment zu verpassen, an dem du sie nicht mehr gewinnen lassen DARFST. Denn sonst lernen sie nicht, mit Frust umzugehen und kriegen in der Schule zu hören, sie hätten ein emotionales Defizit.

Und da sogar ich weiss, dass man Kinder nicht den halben Tag vor dem TV parken sollte, bin ich manchmal auf der Suche nach witzigen Spielen, die mich nicht zu Tode langweilen. Denn ich habe schlichtweg keine Ideen für kindgerechte Spiele, unser Memory hängt mir langsam aber sicher zum Hals raus und Fussball ist seit dem Ende der WM einfach out.

Da es anscheinend aber nicht nur mir so geht, lanciert IKEA eine iPhone App mit dem leckeren namen „Lekar“, was auf schwedisch soviel wie Spielen heisst. Eine Spielserie für Erwachsene und Kinder zwischen 3 und 7 Jahren. Die App versammelt populäre Kinderspiele aus aller Welt, was ausser dem Fun- auch noch einen kulturellen Lerneffekt hat (ja, auch ich möchte meine Kinder auf irgendeine Art fördern). Die Illustrationen in dieser App sind übrigens der Hammer! Macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

Denn Spielen ist für Kinder gemäss der bereits beschriebenen Studie "Playreport"und einer nicht repräsentativen Umfrage von „wir eltern“ (das Buch dazu) das grösste Glück überhaupt. Und zwar das Spielen mit uns Eltern! Also gut. Ich stelle meinen Kaffee wieder hin, lege das Magazin zur Seite und spiele mal eine Runde Scharade. Das kostet mich weniger als das Honorar eines Psychiaters in ein paar Jahren, wenn mein Kind sein emotionales Defizit kurieren muss.

Ihr könnt das App im iTunes Store beziehen.


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