Montag, 21. Juli 2008

Networking: Muss das sein?

Spätestens mit dem Eintritt in den Kindergarten kommt auch das Networking. Nicht nur bei den Kindern, v.a. wir Mütter sind in dieser Disziplin gefragt. Schliesslich möchten wir, dass unsere Kleinen Freunde haben und beschäftigt sind. Und gleichzeitig erhoffen wir uns dadurch etwas mehr Freizeit. Welt Online berichtete gestern, es gäbe drei Arten von Networking-Moms. Zu welcher gehört ihr?

Als wir vor einem halben Jahr erfuhren, dass unser Grosser (nein, die Kleine ist immer noch nicht da, mehr dazu demnächst hier) in den Kindergarten kommt, wurde mir schon Angst und Bange. Denn ich habe genug Freundinnen mit älteren Kindern, die mich gewarnt hatten, dass auch ich – die Networking-Verweigererin par excellence – mich mit anderen Müttern verabreden werde, damit mein Sohn kein Outsider wird.

Als Mutter merkte ich ja schon ziemlich früh, wie wichtig es sein kann, von anderen Müttern akzeptiert zu werden. Doch bei der Mütterberatung oder in der Waldspielgruppe war es einfach. Sobald ich merkte, dass ich mit den Damen nichts anfange konnte, verabschiedete ich mich ganz schnell und diskret. Konkret hiess das: Die Mütterberatung war eine einmalige Sache, die Waldspielgruppe beschränkte sich auf das Bringen und Abholen. Und oft schickte ich dann auch den Papa.

Die Networking-Göttinen
Gemäss Welt-Online bin ich nicht alleine. Es gibt drei Kategorien von Netzwerkerinnen: Die Netzwerk-Perfektionistin, die diese Disziplin bereits in ihrer Vor-Kinder-Zeit trainiert hatte und es einfach liebt, Leute kennzulernen. "Vormittags organisiert sie nette Skireisen und Wandertouren oder lädt Journalisten zu Präsentationen ein. Nachmittags ist sie ständig mit anderen Müttern oder Nachbarinnen verabredet, Termine mit ihr sind auf Wochen ausgebucht. Für sie ist die Netzwerkerei ein großer Vorteil: Wenn ein Kunde sie spontan bucht, hat sie eine breite Auswahl an Müttern, die ihr die Kinder abnehmen können. Stall-Talk liegt ihr einfach, sie mag den kleinen Plausch zwischendurch."

Dann gibt es die Möchtegern-Netzwerkerinnen: Schon im Arbeitsleben fiel es ihnen schwer, heute müssen sie einfach, ihren Kindern zuliebe. "Möchtegern-Netzwerkerinnen wissen: Gute Kontakte erleichtern das Leben mit Kindern. Schön, wenn Sohnemann nachmittags beschäftigt ist, weil Mama mit der Mutter seines besten Freundes Kaffee trinkt und er in der Zeit mit seinem Kumpel im Garten toben kann. Nicht so schön, wenn die Mutter seines Freundes uns nicht gefällt. Wir steuern gern, mit wem unsere Kinder spielen, nicht jeder Kontakt ist der richtige für uns und unser Kind. Besonders umtriebige Möchtegern-Netzwerkerinnen versuchen, Verabredungen zu verhindern, indem sie wichtige Termine vorschieben und Anfragen von unliebsamen Spielkameraden ganz einfach ignorieren."

Und nicht zuletzt gibt es die Netzwerk-Verweigerinnen, zu denen ich bis vor kurzem auch gehörte. "Sie widerstehen standhaft dem gesellschaftlichen Druck, hetzen in Kindergärten oder Schulen, schnappen sich ihr Kind und rennen wieder nach Hause. Stall-Talk ist ihnen ein Graus, am liebsten sind sie mit ihren Kindern nachmittags zu Hause." Genauso ging es mir in der Waldspielgruppe, während andere Mütter noch plauderten, war ich schon lange auf dem Nachhauseweg.

Alles wird anders
Jetzt ist das anders. Kindergarten ist jeden Tag, ein ganzes Schuljahr lang. Also dachte ich mir vor einem halben Jahr, ich müsse dann wohl oder übel mit einem Spielplatz-Mami aus dem Quartier vorlieb nehmen und mich mit langweiligen Gesprächen über Kinderschuhe, den zu hohen Ausländeranteil in der Siedlung und unsere faulen Männer abfinden.

Doch dann kam SIE: Wie eine Fata Morgana stand sie eines Tages vor mir, mein Mann stellte sie mir vor (ja, mein Mann ging eben viel öfter mit dem Kleinen auf den Spielplatz und kannte bald schon alle Mamis da). Schlagfertig, humorvoll, interessant und v.a. gibt es für sie mehr im Leben als "nur" ihre Kinder. Unsere Söhne kommen im Herbst zusammen in den Kindergarten und wir waren uns bereits bei unserem nächsten Treffen einig, dass wir uns zusammen organisieren würden.

Gesagt, getan, der Wochenplan steht und es stimmt für beide. Auch wir sprechen über Kinderschuhe und unsere (nicht so) faulen Männer. Aber eben nicht nur. Und das macht den ganzen Unterschied!

Sonntag, 20. Juli 2008

Adventureland im Aargau

Na ja, der Name Schongiland ist vielleicht nicht gerade der Hit. Aber lasst euch nicht täuschen. Der aargauer Erlebnispark ist, besonders für Jungs, wirklich eine Reise wert!


Migros Magazin, ein kleines Inserat "Schongiland: Im Schongi – da heb`sch ab!". Liess mein Herz erst einmal nicht gerade höher schlagen. Da wir aber unseren Achtjährigen Göttibueb zu Besuch hatten und ich davon ausging, dass der Kinderzoo Rapperswil für ihn kein Highlight mehr ist, schaute ich online nach, ob es sich lohnen würde, ins tiefe Aargau zu rasseln. Auf schongiland.ch fand ich folgende Beschreibung: "So lockt eine atemberaubende 380 Meter lange Sommerrodelbahn – übrigens die einzige wetterfeste Bahn ihrer Art. Der bunte Spiel- und Erlebnispark aber bietet noch weit mehr: So beispielsweise ein Saltotrampolin, eine grosse Spiel- und Actions-Halle mit Scooters, Ufos, Hüpfburgen und Fun-Shooter. Der neuste Hit im Schongi sind Hüpfkissen, nebst Rutschbahnen, Tret-Karts, Karussells, Seilbahnen und weiteren Kinderattraktionen aller Art. So ganz nebenbei hat es noch eine uralte Mühle, handzahme Esel und ein gemütliches Beizli mit einem gluschtigen Angebot."

So selfmade die Homepage, so ungestylt und sympathisch der Park. Die Jungs (8 und 4 Jahre alt) fanden beide ihr Glück. Die Go-Card-Bahn ist mit grossen und kleinen Autos in der Tat etwas für Gross und Klein. Das Gumpi-Ding lädt zum Austoben ein und die Bob-Bahn ist der Hit schlechthin.

Kleiner Tipp: Unter der Woche ist es viel ruhiger, auch in den Ferien. An alle, die – wie ich – nicht auf die Rodelbahn wollen oder dürfen: nehmt ein Buch mit! Denn wenn nicht viele Leute da sind, wartet ihr ev. seeehr lange!


Freitag, 18. Juli 2008

Sex and the household

Unser Held Bänz Friedli erklärt seinen Leserinnen (annabelle 10/08), dass ein Hausmann entgegen den Erwartungen sehr wohl noch guten Sex hat. Und dass es eben gerade daran liegt, dass er Hausmann ist. Das mache ihn nämlich sexy. Aus eigener Erfahrung – ich durfte ihn vor ein paar Monaten kennenlernen – muss ich gestehen: Er ist vielleicht nicht George Clooney, aber er kocht bestimmt besser. Und gibt es etwas schöneres, als bekocht zu werden?

Oliver, der Affe, ruft natürlich genau dann an, wenn mir die Polenta anbrennt, weil ich gleichzeitig Sätzlirechnungen korrigieren plus einen Tintenfleck aus weissen Röhrlijeans waschen plus Salat rüsten sollte, derweil an der Tür die Paketpost klingelt ? und aus dem Badezimmer ruft der Kleine: «Fudi butzääää!» Mann, der Oliver hat ja keine Ahnung, was wir Hausfrauen mittags alles zu tun haben.

Er labert, der gute Oliver. Wie immer. Über Milan und Mourinho und Manu und so. Der hat ja Zeit. «Sorry, Oli, ich müsste jetzt ?» - «Du mit deinem Hausmanngetue!» - «Ist kein Getue, mein Lieber. Ich bin es wirklich: Hausmann.» Ja, genau, lacht er, ich sei es ja wirklich, höhö, und, ähm, da habe er sich, druckst er plötzlich rum, öhm, halt, äääh - gefragt: «Öööhm, habt ihr noch, also - ich meine, Dings, eehm, bums. Eben: Schlaft ihr noch miteinander?» - «Warum nicht?», entgegne ich nur und versuche - das Handy zwischen Schulter und Ohr geklemmt - die Polenta vom Pfannenboden loszukratzen. Der will wissen, ob wir noch Geschlechtsverkehr haben? Was für eine Frage! «Weil ich kenne einen...», hebt er nun an - und erzählt von einem Freund, der daheim brav den Haushalt besorgte, fulltime, bis ihm seine berufstätige Frau nach rund einem Jahr eröffnete, sie könne ihn, den Hausmann, nicht mehr als Sexualpartner ernst nehmen.

Das Blöde ist: Oliver ist nicht allein. Alle wollen sie das plötzlich wissen, alle sorgen sie sich, die männlichen Kollegen, alle glauben sie, man verliere als Hausmann jeglichen Sexappeal.

Ich werde hier nicht in die Details gehen, aber: Meine Frau und ich, wir kennen das Problem nicht. Ehrlich. Doch offenbar denken die meisten, ein Mann, der wie ich einen Poliertick hat, der im
Kinderkleiderschrank die Mottenstreifen rechtzeitig ersetzt, der nach einem Rezept der Erklärung von Bern, gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier, Gemüseauflauf kocht, der Kackspuren aus dem WC schrubbt und zu guter Letzt auch noch den Putzschrank putzt, ein Mann also, der pingeliger als eine Hausfrau ist, der sei nicht sexy.

Es ist schon verzwickt. Die meisten Nachbarinnen finden mich, weil sie mich werktags, während ihre Typen an Meetings wichtig tun, beim Fensterputz erspähen, en geile Siech. Aber ob sie das im Wortsinn meinen?

Die Frage, ob ein Hausmann sexy sei, führt uns zu nichts weniger als der grönemeyerschen Urfrage: Wann ist ein Mann ein Mann? Wenn er zuweilen hueregopfertami derb flucht, Gangstarap hört, nach dem Training übel riecht und sich im Stadion beim vierten Bier gehen lässt und «Gee-Cee, Gee-Cee, die Scheisse vom See» grölt? Dann bin ich einer. Wenn hingegen einer, der den Kindern immer am richtigen Tag das Schwimmzeug samt gesundem Znüni-Apfel mit in die Schule gibt, seiner Liebsten die Blusen bügelt, die sie fürs Büro anziehen muss, ihr zuweilen Blumen schenkt und erst noch ihre Mutter - seine Schwiegermutter! - hingebungsvoll bekocht, wenn so einer kein echter Kerl, sondern eine Susi ist - dann bin ich kein Mann.

Sind Hausmänner unsexy? In der Umkehrung hiesse das: Ein Mann ist nur begehrenswert, wenn er seine verpissten Unterhosen unterm Ehebett liegen lässt, nie staubsaugt und nicht bemerkt, wenn im Kühlschrank die Milch fehlt, aber anderntags darüber motzt, dass sie fehlt.

Die Frage, ob ein Hausmann noch ganz Mann sein kann, ist genauso doof, wie wenn man fragen würde, ob eine Hausfrau noch Frau sei. Natürlich ist sie. Hausmänner wie -frauen sind begehrenswert, totally sexy, allzeit berei - nun ja, fast immer.

Sie! Dazu gibts jetzt sogar eine Studie. Die Amis mal wieder! Die haben an der Riverside University in Kalifornien rausgefunden, dass Männer, die im Haushalt helfen, ein besseres Sexualleben haben. Jawoll. «Je mehr Hausarbeiten die Männer übernehmen, desto glücklicher sind die Frauen», sagte einer der Autoren der Studie, der Soziologe Scott Coltrane. Das schlage sich beim Sex nieder. Und der Psychologe Joshua Coleman ergänzte: «Die Frauen sagen uns, sie fühlten sich sexuell mehr von ihren Männern angezogen, wenn diese sich an der Hausarbeit beteiligen.» Noch Fragen?

Bänz Friedli (43) ist Hausmann und freier Autor in Zürich. Seine gesammelten Kolumnen aus dem «Migros-Magazin» erschienen kürzlich als Buch: «Der Hausmann», Verlag Hagenbuch; www.derhausmann.ch

Erschienen in der annabelle 10/08
Text: Bänz Friedli

Mehr "Ein Mann, eine Frage" aus der annabelle gefällig?

Donnerstag, 17. Juli 2008

Kinder brauchen keine Alpha-Eltern

Mit Staunen durften wir vor ein paar Wochen feststellen, dass unser Vierjähriger die Buchstaben kennt. Seither lernt er fleissig zu zählen und die Ziffern zu erkennen. Ob ich zur Alpha-Mutter mutiert bin, die ihr Kind in die Klavier-Stunde schickt, um einen Virtuosen aus ihm zu machen? Ich kann euch beruhigen. Der Kleine hat sich die Buchstaben und Zahlen ganz alleine beigebracht. Und mit Hilfe von Winnie Pooh.

Als wir vor einem Jahr unseren ersten Langstreckenflug nach Thailand planten, kamen wir beim Gedanken an einen quengelnden Dreijährigen und 140 missbilligenden Augenpaaren ins Schwitzen. Wie sollten wir ihn während fast 15 Stunden beschäftigen?

Die Lösung präsentierte sich in Form eines Kindercomputers, der Lernspiele und Musik für die Kleinsten auf Lager hat. Im Flugzeug stellten wir zwar fest, dass jeder im Sitz vor sich einen Bildschirm besass, der unter anderem ein Kinderprogramm sendete (was zur Folge hatte, dass unser Sohn sich 10 Stunden "Dora" reinzog). Dennoch erfreute sich Luc an seinem Computer und er spielte auch während den Ferien oft damit. Während der Mittagspause war es einfach zu heiss für den Strand, also machte er Musik mit Winnie Pooh.

Ein Jahr später lernt er also mit demselben Gadget Buchstaben und Zahlen. Ohne unser Zutun. Wie er das mit allen seinen Spielsachen über die Jahre gemacht hat, hat er den Compi während Monaten nicht angeschaut und auf einmal ist er wieder extrem in. Und die Fortschritte, die er damit macht, sind umwerfend!

Als pädagogisch überinformierte Eltern fragen wir uns natürlich, ob das gut sein kann. Er kommt im Herbst in den Kindergarten und weiss Sachen, die er eigentlich erst in der Primarschule lernen wird. Wird er dann unterfordert sein, nicht aufpassen, die Klasse stören und letzten Endes in einer Sonderklasse landen? Oder sind andere Kinder auch soweit, schliesslich sind wir nicht die einzigen mit einem Kindercomputer zuhause?

Andererseits wird er im Kindergarten natürlich enorm viel neues lernen, wie Schuhe binden, Scherenschnitte schneiden und natürlich Hochdeutsch sprechen. (O.k., der war jetzt sarkastisch, aber dazu "Überzeugt überzogen".)

Entsprechend interessant fand ich dann natürlich die Studienergebnisse, die besagen, dass Kinder, die sich schulische Wissen selber angeeignet haben, eher Erfolg in der Schule haben werden, als solche, denen das Einmaleins und das ABC von den Eltern antrainiert wurde. Ätsch!

Aber lest selber:
wireltern.ch: Druck der Eltern bringt nichts Interview mit der Erziehungswissenschaftlerin Dr. Margrit Stamm.

Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass die musikalische Vorliebe meines Sohnes für Bruce Springsteen seine Virtusität auf der Gitarre fördert. Und sonst spielt er halt Blockflöte...

Mittwoch, 16. Juli 2008

Zeitmanagement für Familien

Würdet ihr diesen Blog lesen, wenn ihr nicht manchmal gestresst, überfordert, genervt wärt? Wenn ihr immer zufrieden lächelnd, à la Bree Vandercamp, durch den Alltag spazieren, euren Haushalt erledigen, Kinder grossziehen und arbeiten würdet? Eben. Deshalb hier ein paar Tipps aus Eltern.de, wie ihr den Alltag etwas weniger gestresst meistert. Nota bene: die Tipps sind noch nicht überprüft, muss sie selber noch ausprobieren! Also, wenn sie, wie so oft, völlig daneben sind: Feel free, uns das mitzuteilen! Kurze Kommentare von uns findet ihr jeweils direkt im Text...


Von Sabine Maus


Wie nutze ich die Zeit? Bin ich effektiv, kann ich mir das, was zu erledigen ist, gut einteilen? Es gibt Arbeiten, bei denen bietet es sich an, mal darüber nachzudenken. Ein Auftrag, über Zeitmanagement zu schreiben, ist zweifellos eine solche Arbeit. Hier also startet ein Selbstversuch: Bin ich eine gute Zeitmanagerin?

Erst einmal an den Schreibtisch setzen, denken, erste Notizen machen. Und recherchieren: Was bedeutet das eigentlich – Zeitmanagement?

1. Klare Ziele setzen
2. Übersicht verschaffen
(wann denn?)
3. Prioritäten setzen

4. Planen

5. Motiviert sein
(wenn mir das einer sagt, während ich die vollgekackten Windeln meines Kleinen entsorge, muss ich ihn wohl erwürgen...)

Es klingelt, die Nachbarin braucht eine Schüssel Mehl. Wir plaudern ein wenig – über die Kinder, über den Sturm in der vergangenen Woche, über das geplante Straßenfest. 15 Minuten vorbei. Das Mehl erinnert mich an etwas – eigentlich könnte es zum Mittagessen Pfannkuchen geben! Sind genug Eier da? Nachschauen im Kühlschrank. Vier müssen reichen. Gibt's noch ein Glas Apfelmus im Vorratsregal? Perfekt, das Mittagessen steht, es muss nur noch zubereitet werden. Aber das kommt später. Jetzt erst einmal wieder zurück an den Schreibtisch – aber vorher noch schnell eine Tasse Kaffee nachgießen. Sieben Minuten vorbei. Höchste Zeit, anzufangen.

Erstens: Klare Ziele setzen. Das ist nicht schwer, der Artikel muss in spätestens drei Tagen fertig sein, das Ziel ist also vorgegeben.

Zweitens: Übersicht verschaffen. Material zum Thema liegt bereit, das gedankliche Konzept steht – fast fertig damit.

Drittens: Prioritäten setzten. Hier wird's schwierig. Die Arbeit ist wichtig – aber Nachbarinnen, Pfannkuchen, der hungrige Kater, die Schwiegermama am Telefon, der plärrende Wäschetrockner drängen sich, das weiß ich aus Erfahrung, immer wieder in den Vordergrund.

Viertens: eine gute Planung. Heute, nehme ich mir vor, bringe ich die vorläufige Recherche zu Ende und erstelle ein inhaltliches Gerüst für den Artikel: Was ist das Wichtige, Interessanteste am Thema? Was weiß ich bereits darüber? Wo muss ich noch nachlesen oder nachfragen? Es ist jetzt Viertel vor zehn, um halb zwei soll es Mittagessen geben. Das motiviert mich ungemein.

Fünftens: Es steht mir nicht unendlich viel Zeit zur Verfügung. Der Briefträger klingelt, ein Einschreiben von der Bußgeldstelle. Ich habe falsch geparkt und nicht bezahlt. Der Briefträger kennt das, sagt er, man legt den Bescheid irgendwo hin, vergisst ihn, bekommt eine Mahnung, legt sie irgendwo hin, vergisst sie. Plötzlich kostet es 30 Euro statt zehn. Wir ärgern uns kurz gemeinsam über unsere Schlampigkeit, er bekommt eine Unterschrift, ich den Zettel zum Bezahlen. Das erledige ich per Telefon sofort. Die Warteschleife beim Telefonbanking dudelt. Warten, warten, endlich überweisen, abheften. 17 Minuten vorbei.

Die Arbeit geht voran. Bis das Telefon klingelt. Das bestellte Buch zum Thema Zeitmanagement ist in der Buchhandlung angekommen und kann bis 12.30 Uhr abgeholt werden, dann ist Mittagspause bis 15 Uhr. Und um 14.30 Uhr ist mein Zahnarzttermin. Ich entscheide mich, das Buch gleich abzuholen, um es im Wartezimmer bearbeiten zu können. Das nenne ich gelungenes Zeitmanagement! Übersicht verschafft, Prioritäten gesetzt, gut geplant! Es kostet mich allerdings 40 Minuten, weil ich unterwegs noch schnell Obst und Gemüse kaufe und die Latein-Nachhilfelehrerin des Sohnes treffe.

Wieder am Schreibtisch. Das (Privat-)Telefon klingelt. Ich geh nicht ran – Prioritäten setzen! Ich lese, mache Notizen, finde erste Formulierungen. 13 Uhr, Zeit zum Pfannkuchen-Backen. Die Söhne kommen aus der Schule, wir essen, wie geplant, um halb zwei. Der Nachmittag ist zerteilt vom Arzttermin: Ab halb fünf schiebe ich, bevor das Abendessen ansteht, noch eine Stunde am Schreibtisch ein. Davor habe ich die Waschmaschine bestückt, meine weiße Bluse für einen Termin am nächsten Tag gebügelt – und jede Menge nicht erledigt: nicht die Schwiegermutter zurückgerufen, keine Runde gejoggt, vergessen, das Geburtstagsgeschenk für den Ehemann zu bestellen. Und dadurch etwas bestätigt bekommen, was ich schon länger ahne: Es ist schwer, seine Zeit perfekt zu managen, wenn man nicht allein ist auf der Welt.(Ich dachte schon, diese Einsicht kommt nie!) Wer Nachbarn hat, Freunde, Briefträger, Kinder, Kinder mit Fußballtrainern und Lateinlehrern, Katze, Hund, Meerschweinchen und Schwiegermutter wird immer wieder Arbeiten unterbrechen müssen, sollte flexibel und spontan sein – und gelassen genug für Unerledigtes. Oder Tage erfinden, die 48 Stunden dauern.

Zeit zaubern

1. EINE ARBEITSPLATZBESCHREIBUNG MACHEN

Was gibt es rund um den Familienalltag zu tun? Schreiben Sie eine Liste – aber nehmen Sie einen langen Zettel! Denn es kommt eine Menge zusammen: der Mann, die Kinder, Hausarbeit, der Garten, Hausaufgaben, Fahrdienste, soziale Kontakte. Nicht alles ist Arbeit, vieles macht Spaß – aber alles kostet Zeit. Wer Übersicht über seine Aufgaben hat, versteht besser, warum er nicht immer alles schafft. Weiterer Pluspunkt: Mit einer solchen Liste lassen sich Arbeiten besser verteilen. Kreuzen Sie an, was Ihnen zu viel ist, was Sie gerne loswerden würden, dann sucht sich jeder in der Familie etwas davon aus. (Da denkt jemand nicht an quengelnde Kinder, für die Hilfsbereitschaft das totale Fremdwort ist.) Und bekommt eine wunderbare Belohnung dafür: eine weniger gestresste und besser gelaunte Familienmanagerin. (Na klar doch!)

2. EIN ZEITPOLSTER EINPLANEN

Ab heute dauert Staubsaugen eine Stunde. Sie brauchen aber nur 30 Minuten? Nein, Sie brauchen eine Stunde – weil Sie nämlich das doppelte Zeitpolster einplanen. Zeitmanager raten, höchstens 60 Prozent eines Tages zu verplanen. Für Familien gilt sogar: Höchstens für die Hälfte der Zeit, die man hat, etwas vornehmen – weil immer etwas dazwischenkommt. Kann man Büro-Zeiträuber – Kollegen, die vorbeischauen, Anrufer, die sich nicht kurz fassen, spontane Meetings – gut mit dem Hinweis auf dringende Termine loswerden, sind Zeiträuber in Familien hartnäckiger: Die Zehnjährige kapiert ihre Mathehausaufgaben nicht in 20 Minuten, der Fünfjährige findet seine Turnschuhe nicht – weshalb der Weg zum Fußballtraining doppelt so lange dauert –, und die Vierjährige braucht unbedingt Trost, wenn die Bügelwäsche wartet. Wer seine Tage bis zur letzten Minute vollpackt, wird deshalb nie alles erledigen, was er sich vorgenommen hat. Und das sorgt zuverlässig für Stress. Deshalb dauert Staubsaugen ab jetzt wie lange? Genau, eine Stunde. Wenn es doch schneller geht? Haben Sie Zeit für einen Milchkaffee!

3. SICH BESCHRÄNKEN

Keine Scheu vor Tiefkühlpizza: Fertiggerichte können Ihr Zeitmanagement retten! Denn es geht nicht immer alles – und es geht nicht alles perfekt. Jeder, der eine Familie managt und vielleicht noch einen Job dazu, hat jede Menge zu tun. Wenn alles 100-prozentig erledigt werden soll, reicht die Zeit nicht. Unperfekt zu sein, entlastet enorm. (Ja, ich lieeeebe sie!) Also ab jetzt öfter mal Fischstäbchen auftischen statt selbst gemachtes Lachsgratin, die Brennnesselecke im Garten als Schmetterlingskinderstube ansehen und die Bluse nur von vorne bügeln – das Rückenteil steckt sowieso im Blazer.

4. DEN ARBEITSBERG KLEIN HALTEN

Irgendetwas bleibt immer liegen, das passiert auch den besten Zeitplanern. Das Lästige daran: Viele unerledigte Kleinigkeiten wachsen zu einem großen Berg Arbeit, der mühevoll – und zeitraubend – abgebaut werden muss. Deshalb ist es besser, unfertige Arbeiten möglichst zügig zu Ende zu bringen. Planen Sie einen festen Termin in der Woche ein, an dem Sie sich Unerledigtes vornehmen. (Aber da kommt doch auch immer was dazwischen, bei euch nicht?) Das hat zwei Vorteile: Sie müssen keine anderen Dinge dafür liegen lassen – was wieder zu einem Arbeitsstau führen würde. Und: Ist nichts übrig geblieben auf Ihrer Aufgabenliste, haben Sie freie Zeit gewonnen.

5. FÜNF DINGE ERLEDIGEN – UND SCHLUSS!


Familienmenschen sind Multi-Tasker: Sie haben vieles und viel Unterschiedliches zu tun. Mütter und Väter (ich kenne da immer noch welche, die sich nicht zuständig fühlen) kümmern sich um Kinder, Haushalt, Job. Kinder müssen lernen, spielen Geige, brauchen Bewegung und Anregung. Droht der Alltag deshalb gelegentlich im Chaos zu versinken – wer ist wann wo? Wer kann was erledigen? Wer ist wofür zuständig? –, können Sie es mit der Fünf-Aufgaben-Regel versuchen: Jeder übernimmt fünf Dinge am Tag, aber nicht mehr. Das bedeutet: Nach dem Büro (1) macht Mama die Wäsche (2), sie hilft Hannah bei den Hausaufgeben (3), kauft ein (4), kocht das Essen (5) – und Schluss. Papa bringt nach der Arbeit (1) die Kinder ins Bett (2), räumt die Küche auf (3), sortiert die Steuerunterlagen (4) und bügelt sein Hemd für den nächsten Tag (5). Hannah, 10, geht in die Schule (1), macht Hausaufgaben (2), trainiert für den Schwimmwettkampf (3), deckt nach dem Essen den Tisch ab (4) und spielt mit Lukas, 4 (5), während Mama kocht. Lukas zieht sich morgens alleine an (1), deckt den Tisch (2), räumt seine Bauklötze auf (3), spielt mit Lilli aus dem Nachbarhaus, ohne zu schubsen (4), und veranstaltet beim Zähneputzen keine Überschwemmung (5). Wer sich die Mühe macht – und die Zeit nimmt –, einen solchen Plan für eine Woche aufzustellen, wird feststellen: Viele Aufgaben sind regelmäßig zu erledigen und lassen sich deshalb gut einplanen. Und: Gemeinsam planen kann viel Spaß machen, es bringt die Familie ins Gespräch und macht Kindern deutlich, dass alle – auch sie – einen Beitrag zum Familienleben leisten können. (Klingt logisch, aber doch sehr unspontan, das Ganze... Soll das heissen Spontan = Stress?)

6. PAUSEN MACHEN (guuuute Idee!)

In den Anleitungen der Zeitmanagement-Trainer (siehe Buchtipps) heißt sie die „goldene Stunde“. Ob Chef, Schulkind, Hausmann oder doppelt eingespannte Familien-Berufs-Frau – jeder Mensch braucht etwas Zeit am Tag nur für sich: kein Handy, keine Aufgaben, keine Arbeit, niemand, der etwas von einem will. Nehmen Sie Ihre goldene Stunde wichtig – vielleicht ist es die Zeit morgens, wenn Sie schon wach sind und alle anderen noch schlafen? Zeit für eine Tasse Tee! Oder ist es die Zeit am Abend, wenn die Kinder im Bett sind? Bügeln verboten! Auch tagsüber lassen sich Nischen finden: Planen Sie eine Viertelstunde ein, die Sie auf dem Nachhauseweg vom Büro rasten: bei einem Espresso, einem kurzen Gang durch den Stadtpark, auf der schönen Bank am Fluss. Oder vereinbaren Sie mit Ihren Kindern eine Mittagspause: 20 Minuten ist alles still – Sofazeit! Das klappt vielleicht nicht am ersten Tag, aber nach und nach gewöhnen sich Kinder daran. Auch wenn Sie in dieser Zeit nicht schlafen, erholen Sie sich: Alle Körperfunktionen werden heruntergefahren, und Sie stehen körperlich und geistig erfrischt wieder auf.

7. DAS CHAOS – UND SICH SELBST – NICHT ZU ERNST NEHMEN

Es gibt diese Tohuwabohu-Tage: Da können Sie Ihre Zeit managen, wie Sie wollen, es geht trotzdem alles durcheinander: Die Kinder trödeln, weshalb es morgens schon zäh beginnt. Auf dem Weg zu Schule und Büro gibt das Auto den Geist auf. Im Büro ist ein Kollege krank, weshalb Sie erst um vier statt um zwei nach Hause kommen, wo Sie in drei Stunden die Schwiegereltern bewirten sollen. Schnell kaufen Sie ein Huhn, um Suppe zu kochen. Das Biohuhn köchelt mit viel Gemüse zwei Stunden, die Brühe riecht köstlich, Sie gießen sie ab in eine Schüssel, die im Waschbecken steht. Die Schüssel kippt, die Brühe verschwindet im Ausguss. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Sie sind stinksauer, und das Abendessen verläuft in gedrückter Stimmung. Oder sie bereiten eine Fertigbrühe zum Huhn und unterhalten Ihre Gäste mit der Geschichte von der verschwundenen Biosuppe.

Warum Kinder trödeln

Das dauert ... ... bis Timmi seine Gummistiefel anzieht; ... bis Leila das Müsli gegessen hat; ... bis Benno den Traktor geparkt hat. Warum? Kinder haben ein anderes Zeitgefühl als Erwachsene. Für sie zählen nicht die Minuten, wichtig ist ihnen nur der Moment. Ihr Tag ist nicht unterteilt in 24 Stunden, sondern in Ereignisse, die sie in Ruhe zu Ende bringen wollen. Kinder trödeln nicht bewusst, sie schützen ihren eigenen Rhythmus. Erst mit etwa acht Jahren haben sie genug Zeitgefühl, um zu verstehen, was Pünktlichsein bedeutet. Dann begreifen sie, dass man früh genug aufbrechen muss, um rechtzeitig zur Schule oder zum Training zu kommen. Bis dahin tut es dem Familienfrieden gut, so oft wie möglich Zeit zum Trödeln einzuplanen – damit Kinder und Eltern gelassen durch den Tag kommen.

ZWEI WICHTIGE ZEITMANAGEMENT-REGELN FÜR FAMILIEN:

1. Chaos ist leichter zu ertragen, wenn man es – und sich selbst – nicht zu ernst nimmt.

2. Die wertvollste Zeit ist die, in der man zusammen lacht, sich mag und gut versteht. Jede Minute davon bereichert das Leben mehr als eine perfekt geplante und effektiv genutzte Stunde. Weil eine Familie nun mal keine Vorstandsetage ist.

Unser Fazit: Alles in allem keine schlechten Tipps. An guten Tagen werden wir davon begeistert sein, an schlechten werden wir Frau Maus für ihre perfekte Planung hassen. Aber vielleicht bleibt etwas Kleines hängen.

Dieses Thema auf rabenmutter.ch:

Du darfst!
Aufstand der Rabenmütter
Kurze und lange Pendenzlisten

Buchtipps zum Thema:

Regina Hilsberg: "Mehr Zeit für die Familie. Wie Sie den Alltag richtig organisieren", rororo, CHF 16.70

Stefan Klein: "Zeit. Der Stoff aus dem das Leben ist", S. Fischer, CHF 16.80

Julia Rogge: "Den Alltag in den Griff bekommen. Familien- Management", dtv, 17.60

Montag, 14. Juli 2008

Eltern im Laufgitter

Links will man mehr Betreuungsplätze, rechts befürchtet man eine Bevormundung der Eltern durch den Staat. Kann es sein, dass es nur schwarz oder weiss gibt? Muss mir so oder so jemand vorschreiben, wie ich mein Leben zu leben, meine Kinder zu erziehen habe? Befinden wir uns im Laufgitter oder gar im Laufrad? Dazu ein sehr interessanter Artikel aus der NZZ Online.

In den letzten zehn, fünfzehn Jahren hat sich die Situation für die berufstätigen Mütter und Väter in der Schweiz in bemerkenswerter Wei
se verbessert. Immer mehr Unternehmen bieten familienfreundliche Arbeitsmodelle an, zudem sind in hohem Tempo im ganzen Land neue Krippen und Tagesschulen entstanden, welche den Eltern den Spagat zwischen Familie und Beruf erleichtern. Damit einhergegangen ist ein Mentalitätswandel, der namentlich für die Frauen eine moralische Unterstützung bedeutet: So gilt heute nicht mehr als Rabenmutter, wer aus eigenem Antrieb oder der finanziellen Not gehorchend erwerbstätig ist. Vielmehr wird es mittlerweile als normal angesehen, dass eine Mutter weiterhin mit einem Bein in der Arbeitswelt steht.

In der zweiten Reihe

Die Politik hat sich auf das lange verschlafene Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestürzt wie kaum auf ein anderes zuvor. In zahlreichen Kantonen und Gemeinden wurde erfolgreich Druck gemacht für den Ausbau der familienexternen Betreuung, und obschon es sich dabei um eine sehr lokale Angelegenheit handelt, hat selbst der Bund Gelder für die Krippenfinanzierung bewilligt. Mit der geplanten Harmonisierung der Volksschule soll ein weiterer Pflock eingeschlagen werden, indem die Kantone für die Schulkinder künftig eine fakultative und kostenpflichtige Tagesbetreuung ausserhalb der Unterrichtszeiten anbieten müssen.

Durch solche Hilfestellungen sind die heutigen Mütter und Väter ungleich freier als die früheren Generationen, ihr Familienleben nach eigenem Gutdünken zu gestalten. So weit, so gut, könnte man meinen. Allein, diese positive Entwicklung droht allmählich ins Gegenteil zu kippen, der Zugewinn an persönlicher Freiheit verloren zu gehen. Denn immer stärker wird der Druck, dass der Staat den Familien nicht nur Unterstützung anbieten, sondern sich gleichzeitig auch verstärkt in die Erziehung und Betreuung der Kinder einmischen soll. Immer mehr werden gesellschaftliche Leitmodelle propagiert, in denen der ausserfamiliären Fürsorge eine zentrale Rolle zukommt und die Eltern zunehmend in die zweite Reihe verwiesen werden.

So verlangt etwa die SP, dass sämtliche Kinder Ganztagesschulen besuchen, welche die Eltern nichts kosten sollen. Zudem will sie die Krippen zu eigentlichen «Bildungsorten» mit staatlichen Lehrplänen für Kleinkinder umfunktionieren. Weiter sollen bereits dreijährige Knirpse aus Ausländerfamilien oder aus «bildungsfernen» Schichten in obligatorische Sprachkurse geschickt werden, wie es der Kanton Basel-Stadt im Rahmen eines umfassenden Programms plant. Ins selbe Horn stösst die Eidgenössische Kommission für Familienfragen, welche die Kindertagesstätten ebenfalls zu Vorschulen ausbauen will. Anliegen dieser Art werden auch auf bürgerlicher Seite oft leichtfertig übernommen. So haben sich beispielsweise zahlreiche freisinnige Parlamentarier dafür ausgesprochen, dass der Bund die Kantone zur Schaffung von Staatskrippen verpflichten soll, weil Betreuungsplätze immer noch Mangelware seien – eine Mär, wie sich bei näherem Hinsehen zeigt, die aber völlig unkritisch weiterverbreitet wird.
Krippen, Krippen über alles

Begründet wird dieses staatliche Ausgreifen nicht mehr primär mit der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern neu mit der Förderung der Kinder – ein verführerisches Argument, denn wer will sich in unserer auf Bildung fokussierten Zeit schon gegen Förderung stellen? Dennoch sollte man auch hier nicht jeder Idee einfach blindlings aufsitzen. So mag der Vorschlag, die Krippen zu Bildungsinstitutionen auszubauen, in denen Babys und Kleinkinder künftig nach Lehrplan «pädagogisch» betreut werden, auf den ersten Blick etwas für sich haben und das schlechte Gewissen vieler Eltern, die ihre Sprösslinge dort abgeben, etwas beruhigen. Spätestens auf den zweiten Blick melden sich aber Zweifel, ob den Kindern mit der angestrebten Frühpädagogisierung wirklich besser gedient ist als mit einer vernünftigen altersgerechten Betreuung, wie sie in einer Krippe selbstverständlich sein sollte.

Klar ist auf jeden Fall, dass auf diese Weise ein neuer, aufwendiger Bildungsapparat geschaffen würde, der nicht mehr den Einsatz von «einfachen» Kleinkindererzieherinnen, sondern neu von speziell geschulten Pädagoginnen erforderte und daneben auch zahlreichen Erziehungsexperten, Sozialarbeitern und Bildungsfunktionären neue Beschäftigungsmöglichkeiten bieten würde. Es liegt auf der Hand, dass eine solche kostenintensive «Professionalisierung» des ohnehin schon stark reglementierten Krippenwesens zu einem Grossteil über Steuergelder finanziert werden müsste.

Auffällig ist zudem, dass die Betreuung der Kinder in der Krippe oder in der Tagesschule nicht nur von übereifrigen Familienpolitikerinnen, sondern auch von offizieller Seite zunehmend als die für das Kind beste Lebensform angepriesen wird – seine kognitiven und sozialen Kompetenzen werden dort angeblich am besten gefördert. Diese Haltung ist nicht nur anmassend und ein Affront gegenüber all jenen Müttern und Vätern, die ihre Kinder in der Geborgenheit des Elternhauses aufwachsen lassen. Die Fokussierung auf die institutionelle Fremdbetreuung ist auch deshalb fragwürdig, weil es für berufstätige Eltern noch andere, keineswegs schlechtere Lösungen gibt, den Nachwuchs beaufsichtigen zu lassen – sei es durch die Grosseltern oder Bekannte, eine Kinderfrau oder nachbarschaftlich organisierte Mittagstische. Gerade solche privaten Lösungen werden aber von behördlicher Seite zunehmend erschwert. So werden den Eltern immer mehr Steine in den Weg gelegt. Der Eindruck drängt sich deshalb auf, dass es in der ganzen Diskussion nicht in erster Linie um das Wohl des Kindes geht, sondern darum, dass der Staat mehr und mehr Einfluss auf die Erziehung ausüben soll.
Uferloser Ausbau

Ein zentraler Punkt in der ganzen Debatte betrifft die Chancengleichheit. So wird argumentiert, dass sich der Staat noch sehr viel entschlossener als heute engagieren und eingreifen müsse, um Kindern aus sozial benachteiligten Familien dieselben Chancen zu geben wie solchen aus einem behüteten Elternhaus, wenn nötig auch mit Druck und Zwang. Diese Forderung mag als sozial «gerecht» erscheinen. In Tat und Wahrheit kommt sie aber einem Freipass für einen uferlosen Ausbau des Erziehungsstaates gleich und öffnet Kontrollen des Familienlebens Tür und Tor.

Wohlverstanden: Es ist richtig, dass Eltern und Kinder mit besonderen Problemen im Rahmen der Schule, aber auch darüber hinaus, vielfältige Unterstützung in Anspruch nehmen können; auch soll mittels Jugendamt eingeschritten werden, wenn Kinder vernachlässigt werden. Ein freiheitlicher Staat darf indes nicht alle Familien in ein einheitliches Schema zwingen, wie es linke Kreise mit ihrer «Tagesschule für alle»-Forderung anstreben. Er darf die Unterschiede zwischen jenen Eltern, die ihren Kindern – von Aufgabenhilfe über Ernährung bis hin zur Freizeitgestaltung – möglichst beste Bedingungen bieten wollen, und den anderen, die an ihrem Nachwuchs nicht gross interessiert sind, nicht beseitigen. Wollte er dies tun, müsste er die Erziehung zu seiner Aufgabe erklären und nach dem Vorbild der DDR alle Kinder in Krippen, Tagesschulen und gleich auch noch ins Ferienlager schicken.

Es erstaunt, auf wie wenig Widerspruch die zunehmende Zurückbindung der Familien bis anhin gestossen ist. Fast scheint es, als ob viele Mütter und Väter froh darüber wären, wenn die Fürsorge für ihre Kinder immer mehr in dritte Hände überginge und sie sich nur noch kurz am Abend oder allenfalls am Wochenende mit ihnen beschäftigen müssten – Kinder als familiäre Accessoires sozusagen, die die eigene Bequemlichkeit nicht stören dürfen. Diese Tendenz passt zum Abbau an Eigenverantwortung und Freiheit, wie er in der Gesellschaft allgegenwärtig ist. Im höchstpersönlichen Bereich der Familie ist diese Entwicklung besonders verheerend, weil sie zur Schwächung und letztlich Auflösung der engsten menschlichen Beziehungen führt.

Wie steht ihr zum Thema?


Montag, 7. Juli 2008

Sexstudie: Oversexed and underfucked

Gleich vorneweg: Das Thema scheint in der Schweiz genauso langweilig zu sein, wie der Ruf es erahnen lässt. Die DOK-Sendung war zum Einschlafen, wahrscheinlich weil der Schweizer Sex zum Einschlafen ist...

Schweizer Fernsehen
: Das Schlafzimmer der Deutschschweiz ist neu vermessen worden. Eine aktuelle Sexstudie, an der rund 6500 Schweizerinnen und Schweizer teilnahmen, legt Erstaunliches über das Liebesleben offen. Singles sind sexuell unterversorgt. Lustlosigkeit ist bei Paaren weit verbreitet, obwohl die meisten angeben, ihren Partner fest zu lieben. Kaum jemand klagt, zu viel Sex zu haben. Dabei strotzen die Zeiten förmlich vor Lust. Ein (in-)diskreter Augenschein in Deutschschweizer Schlafzimmern.


Alles nur halb so wild - und trotzdem gut: Sexuelle Reize sind allgegenwärtig, doch Herr und Frau Schweizer lassen sich deswegen nicht sonderlich erhitzen. Die neuste, von einer jungen Psychologin vorgelegte Studie über das Sexualverhalten in der Deutschschweiz offenbart: Man ist mehr oder weniger glücklich mit dem Sex, den man kriegt - auch wenn er manchmal so selten ist wie Weihnacht.

Die Studie, deren Resultate im April 2007 veröffentlicht werden, fragt nach dem sexuellen Glück, den Aktivitäten und dem Beziehungsverhalten von Paaren und Singles. Danach fühlen sich zwei Drittel der Schweizer und drei Viertel der Schweizerinnen wohl in ihrer Partnerschaft, angeblich auch dann, wenn es kriselt: Jeder dritte Mann und jede zweite Frau gestehen gelegentliche Unlust ein. Frauen erwähnen mangelnde Erregung und das Ausbleiben des Orgasmus. Erstaunlich ist, dass 95 Prozent aller sexuellen Aktivitäten in festen Beziehungen stattfinden. Der Rest gehört den Singles, die oft viel Aufwand für kargen Ertrag betreiben müssen.

Die Studie zeigt, dass die Realität anders aussieht, als einem die Medien vorgaukeln. Man darf entwarnen: So viel toller Sex ist nicht, wie einem tagtäglich um die Augen geschlagen wird. Gleichwohl bleibt die sexualisierte Umwelt nicht ohne Folgen: Viele - vor allem Jugendliche - stehen unter Druck, sich sexuell zu betätigen. Das erste Mal passiert immer früher, bei gut der Hälfte vor dem 16. Geburtstag. Selbstbefriedigung, auch bei Paaren, ist häufig, zunehmend vor dem Computer.

«DOK»-Autor Pino Aschwanden hat die Studie zum Anlass genommen, Schweizer und Schweizerinnen von 14 bis 69 Jahren über ihr Intimleben erzählen zu lassen. Im Film berichten Jugendliche «fadegrad», was sexuell läuft. Singles reden über Lust und Frust beim Liebesspiel, Paare über Sturm und Stille im Schlafzimmer.

Klar geworden ist: Sexuelle Biografien sind individuell. Begehren lässt sich schwer verallgemeinern. Kommt dazu, dass beim Sex gern gelogen wird. Vielleicht nirgends so schön wie bei diesem Thema.

DOK: Montag, 7. Juli, 22.20 Uhr, SF 1
Wiederholung, Dienstag, 8. Juli 04.40 Uhr

Leider gibt es keinen Podcast zu der Sendung. Hier aber der Link mit den Wiederholungen.

Das Thema hatten wir doch mal, erinnert ihr euch?
Geizig geil! oder auch Häsli hüpf!

Donnerstag, 3. Juli 2008

Chindsgitäschli ohne Spiderman und Lillyfee

Der Schulanfang ist ab August auch unser Business. Mein Grosser (die Kleine ist ja noch unterwegs) kommt jetzt auch in den Chindsgi. Abgesehen von meinem Herzschmerz und meiner "Alles-verändert-sich"-Stimmung, freue ich mich sehr darauf. Er auch. Trotz Hochdeutsch und Artischocken-Problematik wird es bestimmt ein gutes Jahr. Und damit der Kleine seine Artischocke auch mitnehmen kann, habe ich mich etwas über schöne Kindergartentaschen schlau gemacht. Und lasse euch von meinen Erkenntnissen profitieren:

Coole und spezielle Taschen, die etwas von Spiderman und Lillyfee wegkommen findet ihr unter anderem bei

Nostalgieimkinderzimmer.de

Für Jungs:
Kindergartenrucksack mit Namen
Für Mädchen:
Die nostalgische Ledertasche


Activforyou.ch

Felltasche
BIGBOX


Stickecke.ch

Sigikid Mädchentasche
Pinky Queen


Mytoys.de

Für Fussball-Mädels:
Kily Keeper von Sigikid


Fiorelli.ch

Sternschnuppe Kindergartentasche
CHAMP


Moonrose.ch

Moonrose Minibag for boys and girls


5moms.ch
Diverse Blachentaschen und weitere schöööne Sachen und Sächelchen!

Mittwoch, 2. Juli 2008

Überzeugt überzogen!

Der Kindergarten führt Hochdeutsch ein. Soweit so schlecht? Sind Kindergarten-Lehrkräfte wirklich fähig, unseren Kindern die facetten- und nuancenreiche Schriftsprache beizubringen? Oder müssen die Kleinen nach zwei Jahren Chindsgi zusätzlich eine Sprache neu lernen?

"Es hat sich halt niemand freiwillig gemolden" entschuldigt sich Frau Weber (Name geändert), bei der Aufführung ihrer Kindergartenklasse, weil sie anstatt eines Kindes die Show moderiert. "Aber ich bin überzogen, die Vorstellung wird Ihnen gefallen!" fügt sie hoffnungsvoll lächelnd hinzu.

Zwei Sätze, zwei Fehler. Gäbe bei einem Diktat eine vier. Nun haben Kindergärtner ja glücklicherweise noch keine Diktate zu bewältigen, ihnen die Fehler "gemolden" und "überzogen" wieder abzutrainieren wird jedoch schon schwierig genug.

Ich fühlte mich ehrlich gesagt sofort in meine Kindheit zurückversetzt. Wir mussten zwar erst in der Primarschule Hochdeutsch sprechen, die Fehler waren jedoch dieselben. Mit einem deutschen Vater zu Hause war es für mich besonders schmerzhaft, Ausdrücke wie "schlussendlich", "Finken" oder auch "Zeltli" über mich ergehen zu lassen. Dass ich als kleines Mädchen meinem Lehrer nicht widersprechen wollte, machte die Sache nicht einfacher. So half ich meinen Schulkameraden ja nicht einmal dabei, gefürchtete Hochdeutsch richtig zu lernen!

Für meinen Vater war es jedoch besonders schlimm. Er konnte sich dann beim Elternabend darüber aufregen, dass Lehrer, die in seiner Muttersprache unterrichten, von ihrem Können so "überzogen" sein konnten. So kam es, dass er meiner Primarlehrerin zurief "Wie überzogen? Etwa mit Schokolade?" Denn das, liebe Leserin, ist die korrekte Verwendung von dem, was viele meinen, wenn sie "überzeugt" sind.

Ob diese Massnahmen das Ergebnis der nächsten Pisa-Studie verbessern werden, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.Denn die Sprache Goethes ist nicht nur eine Abwandlung unserer Zürcher, St. Galler, Berner oder Basler Dialektes. Diese Sprache ist so reichhaltig, dass es meiner Meinung nach nur eine Lösung gibt, um unsere Kinder korrekt zu unterrichten: Deutsche Lehrer müssen her! Und bei dem hohen Anteil an Deutschen in Zürich (fast 20%, grösste Ausländergruppe), dürfte das ja wohl nicht allzu schwierig sein. Oder würde ein Deutscher den Eignungstest nicht bestehen, weil er die Kinder dazu ermahnt in der Klasse "Pantoffeln" statt "Finken" anzuziehen?

Was haltet ihr von der neuen Regelung? Sinn und Unsinn?

Weitere Artikel zum Thema:
wir eltern: Von Finken und Pantoffeln
blogwiese: Schwyzerdütsch im Chindergarte
Tages Anzeiger: Volksinitiative gegen Hochdeutsch (es lebe die direkte Demokratie!)

Bild: Sonja Ruckstuhl für wir eltern


Schwanger im Team

zeit.de: An einer amerikanischen Highschool soll eine Gruppe junger Mädchen beschlossen haben, gemeinsam Babys zu bekommen. Doch die Legende stimmt nicht ganz

Von Parvin Sadigh
: Im amerikanischen Städtchen Gloucester in Massachusetts sind 18 Mädchen der örtlichen Highschool zugleich schwanger - und mehr als die Hälfte von ihnen soll das gezielt geplant haben. So stand es im Time Magazine . Keines der Mädchen ist älter als 16.

Um gemeinsam Kinder zu bekommen und aufzuziehen, schliefen sie angeblich mit Jungen aus der Umgebung, unter ihnen auch ein 24-jähriger Obdachloser. In der Krankenstation sollen einige Mädchen wiederholt nach Schwangerschaftstests gefragt haben. Eine Sozialarbeiterin berichtet, sie hätten gejubelt, als der Test endlich positiv ausfiel. Die für die Tests verantwortliche Krankenschwester wusste jedoch laut New York Times nichts davon.

Mit dicken Bäuchen verabschieden sich die 18 Minderjährigen nun in die Sommerferien. Noch im Jahr zuvor gab es an derselben Schule mit 1200 Lernenden fünf Teenager-Schwangerschaften, davor nur zwei. Ein steiler Anstieg. Um über den „Pakt der Schwangeren“ zu berichten, strömten Journalisten aus aller Welt in den Fischerort Gloucester. Doch die Geschichte, die sie lockte, war leider zu spektakulär, um ganz wahr zu sein.

Verbreitet hatte das Gerücht vom Schwangerschafts-Pakt der Rektor der Schule, Joseph Sullivan. Er kann sich nun nicht mehr erinnern, von wem er davon erfahren hat. Der New York Times gegenüber wollte er jedenfalls die Situation nicht mehr kommentieren. Die schwangeren Mädchen selbst gaben bisher gar keine Interviews.

Der Bürgermeister der Stadt Christopher Farmer räumt derweil ein, dass es vielleicht andersherum war. Demnach wurden mehrere Mädchen gleichzeitig schwanger und verabredeten daraufhin, alle an der Schule zu bleiben und gemeinsam für die Kinder zu sorgen. Andere Mädchen der Schule erzählen, lediglich zwei Freundinnen hätten ihre gemeinsame Schwangerschaft regelrecht geplant. Ganz wird sich die Angelegenheit vielleicht nie klären lassen.

Doch Pakt hin oder her: Die verantwortlichen Erwachsenen kommen jetzt nicht umhin, sich über die Ursachen der Teenie-Schwangerschaften Gedanken zu machen. Zwar kennt man die ansteckende Wirkung von Schwangerschaften unter reiferen Frauen. Bekommt die eine Freundin ein Baby, wächst auch in der anderen die Sehnsucht, eine Familie zu gründen. Aber warum wünschen sich Mädchen, die selbst fast noch Kinder sind, ein Baby? Warum schreckt die Not anderer schwangerer Schulkameradinnen nicht ab und lässt die Mädchen an Verhütung denken?

Im streng katholischen Gloucester war es der Krankenschwester und dem Arzt, welche für die Kinder der Highschool verantwortlich sind, verboten, Verhütungsmittel zu verschreiben. Sie haben inzwischen gekündigt. Auch an Sexualunterricht mangelt es. Die Eltern wollten davon nichts wissen, der Leiter der Schule auch nicht. Der nächste Frauenarzt, der den Mädchen helfen könnte, ist weit weg und schlecht zu erreichen. Doch die Schülerinnen können ihre Kinder umsonst in einer der Schule angegliederten Krippe unterbringen. Die Signale von Seiten der Erwachsenen sind also klar.

Gloucester lebte einst gut von der Fischerei, doch längst bekommt man Fische billiger aus anderen Ländern. Viele Menschen sind arm und ohne Arbeit. Sie trinken viel Alkohol und lenken sich ab mit Fernsehen und Computerspielen. Ihren Kindern bleibt keine Perspektive. Oft werden sie von ihren Eltern allein gelassen. Möglicherweise verheißt ihnen ein eigenes Baby in dieser Lage wenigstens ein bisschen Geborgenheit.

Eine ehemalige Schülerin der Highschool, Amanda, die selbst mit 18 ein Kind bekommen hat, erzählte dem Time Magazine , wie sie auf dem Schulflur von ihren ehemaligen Schulkameradinnen für ihr Baby bewundert wurde. Sie erklärt sich die vielen Schwangerschaften so: „Sie freuen sich so darauf, endlich jemanden zu haben, der sie bedingungslos liebt.“

Die Geschichte vom Pakt der werdenden Mütter war für die Erwachsenen so schön, weil sie hofften, nicht die Verantwortung für die Schwangerschaften übernehmen zu müssen. Allenfalls schuldig waren für sie noch die Medien, denn auch in aktuellen Filmen ( Juno, Knocked up ) wurde allzu positiv die Geschichte sehr junger Mütter erzählt. Doch nun wird es ernst. Man wird im Sommer über Verhütungsmittel und andere Maßnahmen nachdenken, damit die Zahl der Teenie-Schwangerschaften in Gloucester im nächsten Jahr wieder niedriger liegt.


Hormongesteuerte Kolumne auch auf rabenmutter.ch!

Ihr könnt euch erinnern, ich hatte mal mein "Tagebuch einer Schwangeren" auf rabenmutter.ch angefangen. Aufgrund dessen wurde ich dann angefragt, ob ich eine solche Kolumne nicht im "wir eltern" schreiben wolle. Gegen Bezahlung! Ganz was Neues! Natürlich sagte ich zu und im August-Heft erscheint der erste von zehn Teilen meiner Schwangerschaftskolumne.

KORRIGENDUM: Die Schwangerschaftskolumne aus dem Magazin wir eltern wird auf rabenmutter.ch online zu lesen sein! Also, liebe Schwangeren, Noch-nicht-Mamis und ewig Nostalgische: ab August geht's los!

Natürlich freue ich mich über euer Feedback zur Kolumne!

Liebe Grüsse

Nath

rabenmutter.ch abonnieren