Dienstag, 28. September 2010

Grosi kann auch anders

Nicht nur die Rolle der Mutter hat sich (etwas) verändert. Heutige Grossmütter haben Besseres zu tun als Enkel zu hüten.

Als ich zum ersten Mal schwanger war, behauptete meine Mutter, sie wolle auf keinen Fall «Nonna» genannt werden, das klinge ihr zu alt und erinnere sie an ihre eigene Nonna, die mit dem Dreitagebart und den Hexenwarzen. Da meine Mutter sehr kokett ist und darauf bedacht, ihr Äusseres nicht zu schnell altern zu lassen, nahm ich ihr das ab und beauftragte sie, einen neuen Begriff für ihre Enkel zu erfinden. Doch dann wurde sie pensioniert und ihr Lebensinhalt bestand aus einem kleinen Menschen: Meinem Sohn. Und ja, er sagt Nonna zu ihr, was ihr nach sechs Jahren immer noch ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Für dieses «Nonna» bekocht sie ihn, sie spielt mit ihm Fussball (!) und putzt ihm Zähne und Fudi, obwohl er das längst selber kann.

Sie ist nicht die einzige: Marian Robinson, die Grossmutter im weissen Haus, hat sich frühzeitig pensionieren lassen, um ihre Enkeltöchter zu hüten, während Mister President und seine First Lady ihren Pflichten nachgehen.

Ganzer Artikel hier.

Freitag, 17. September 2010

Plädoyer eines Scheidungskindes

Die Hälfte aller Ehen werden geschieden. Die betroffenen Kinder kommen selten zu Wort. Damit ist jetzt Schluss.

Sämtliche Medien berichten in regelmässigen Abständen über neue Statistiken in Sachen Scheidung, über die armen Väter, die ihre Kinder nicht besuchen dürfen und über die noch ärmeren Mütter, die keine Alimente erhalten. Das sind alles relevante, ernst zu nehmende Probleme und die hohe Scheidungsquote in der Schweiz ist eine Tatsache, die einer Mutter wie mir Angst und Bange werden lässt. Doch heute lassen wir diese Mutter einmal beiseite. Auch den Vater ignorieren wir, vielmehr geht es heute um die Kinder. Scheidungskinder.

Ganzer Artikel auf dem Blog von wir eltern.

Dienstag, 14. September 2010

Regeln des normalen Lebens


Vor kurzem war eine Freundin zu Besuch, die gerade erst Mutter wurde. Vor der Geburt hatte sie sich geschworen, dieselbe zu bleiben, was wir Mütter natürlich mit einem kleinen Schmunzeln zur Kenntnis nahmen. Keine von uns hätte geglaubt, Sätze wie «Häsch Pipi gmacht?» je zu sagen oder im Mc Donald's die Rohr-Rutsche runterzurutschen um den eigenen Nachwuchs zu retten, der stecken geblieben war. Ich gestand ihr, dass ich vor den Kindern genau dieselbe Arroganz wie sie besass, nämlich, dass sich mein Leben überhaupt nicht verändern würde. Und schon gar nicht gewisse Prinzipien, auf denen ich ritt, lange bevor ich Kinder überhaupt in Betracht zog. Meine mentale Liste sah in etwa so aus:

Regeln für das glimpfliche Zusammenleben zwischen Eltern und Kindern


* Regel Nr. 1:
Auf keinen Fall zulassen, dass sie in unmöglichen Farbkombinationen
rumlaufen, bloss weil mir die Diskussionen bezüglich guten Stils
morgens um sieben zu anstrengend sind. Mein Kind zieht gefälligst an, was ich sage!

* Das wahre Leben:
Mein Sohn steht darauf, sein T-Shirt in die Hose zu stopfen und sich den Hosenbund möglichst über den Bauchnabel zu ziehen. Dazu Socken in den Sandalen. Na ja, vielleicht kann man seine Gene nicht leugnen und bei ihm melden sich eben die seines deutschen Grossvaters. Oder der keimende Wunsch, eines Tages «Polizischt» zu werden.



* Regel Nr. 2:
Nie, unter keinen Umständen, zu denken, geschweige denn zu sagen «mein Sohn nervt mich» oder «meine Tochter ist eine solche Zicke». Es sind doch nur Kinder, das gehört nun mal dazu!

* Das wahre Leben:

Ich habe schon so viel Schlimmeres gedacht, dass dies hier mit Sicherheit zensuriert werden würde.

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Montag, 13. September 2010

Das Buch zum Blog


Die Rabenmutter geht off-line!
Es gibt Leute, die denken, ihre Gedanken müssten unbedingt für alle zu lesen sein. Solche Leute bloggen. Früher hätten sie ein Buch geschrieben. Die Rabenmutter tut beides.

Diesen Sommer wurde ich Verlag WaldeGraf angefragt, ob ich die Rabenmutter-Thematik nicht als Buch rausbringen möchte. !!!! Fragt doch eine Schreibwütige, ob sie eventuell ein Buch veröffentlichen möchte. "Nö, du, heute nicht!" Wohl kaum!

Ihr dürft also gespannt sein, nächsten Sommer (ja, so lange müsst ihr euch noch gedulden) erscheinen die gesammelten Werke. Wobei diese Bezeichnung falsch ist, da es sich um neue Texte handelt, die wie immer unseren Alltag behandeln: Fiese Mütter, noch fiesere Kinder, Schlaf- und Sexmanko und die tägliche Action und Langeweile. Kein Ratgeber, eher eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns.

Ich freue mich auch riesig, dieses Buch nicht ganz alleine zu schreiben: Kati Rickenbach, die schon für etliche Magazine und Zeitungen gearbeitet hat, illustriert mein Buch in ihrer unverkennbaren ironischen Art.

Das entstehen des Buches werde ich ebenfalls hier dokumentieren, denn in einem vierköpfigen Haushalt, in dem das eine Kind noch in die Windeln macht und das andere dauernd tausend Fragen hat, werde ich dieses Werk wohl nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln...

Dienstag, 7. September 2010

Alles Mütter oder was?

Nachwuchs da, Freundschaft weg?
Alle meine Freundinnen sind Mütter. Oder ist es andersrum? Sind Frauen ohne Nachwuchs einfach nicht mehr meine Freundinnen? Huhn oder Ei?

Wenn ich mich mit Freundinnen treffe, geht es uns in erster Linie darum, dem (Mutter)-Alltag zu entfliehen. Es wird erst beim Digestif über Kinder gesprochen – wenn überhaupt. Das ist eine unausgesprochene Regel zwischen uns. Als wären Kinder das Letzte, was uns verbindet. Dies trifft jedoch nur teilweise zu.

Die meisten meiner Freundinnen kenne ich schon aus der Zeit vor dem Mutterglück. Als wir noch ein Leben hatten, in dem Theater ohne Kasperlis, Kino ohne grünen Oger und Restaurants ohne Spielecken auskamen. Ergo zieht das Argument "Mütter verkehren nur mit Müttern" bei uns nicht.

Ganzer Artikel auf dem Blog von wir eltern.

Montag, 6. September 2010

Die Rabenmutter bloggt fremd

Ab sofort findet ihr mich auch auf dem Blog von wir eltern. Gesellschaftskritisch, sarkastisch, ironisch und vor allem ehrlich. Viel Spass!

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