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Alles Mütter oder was?

Nachwuchs da, Freundschaft weg?
Alle meine Freundinnen sind Mütter. Oder ist es andersrum? Sind Frauen ohne Nachwuchs einfach nicht mehr meine Freundinnen? Huhn oder Ei?

Wenn ich mich mit Freundinnen treffe, geht es uns in erster Linie darum, dem (Mutter)-Alltag zu entfliehen. Es wird erst beim Digestif über Kinder gesprochen – wenn überhaupt. Das ist eine unausgesprochene Regel zwischen uns. Als wären Kinder das Letzte, was uns verbindet. Dies trifft jedoch nur teilweise zu.

Die meisten meiner Freundinnen kenne ich schon aus der Zeit vor dem Mutterglück. Als wir noch ein Leben hatten, in dem Theater ohne Kasperlis, Kino ohne grünen Oger und Restaurants ohne Spielecken auskamen. Ergo zieht das Argument "Mütter verkehren nur mit Müttern" bei uns nicht.

Ganzer Artikel auf dem Blog von wir eltern.

Kommentare

Andrea Mordasini, Bern hat gesagt…
Ehrlich gesagt, verstehe ich die ganzen Diskussionen "Kinder haben vs kinderlos bleiben" überhaupt nicht. Wir haben uns ganz bewusst für Kinder entschieden, so wie sich andere nun mal ganz bewusst dagegen entscheiden. Was ist da schon dabei? Es soll doch jede(r) so handhaben wie es ihm/ihr am besten behagt und sich vor allem von niemandem dreinreden lassen.

Ich bin stolze, glückliche und dankbare Mutter zweier Kleinkinder im Alter von bald 4.5 und knapp 3 Jahren und geniesse das Muttersein (auch wenns der Trotzphase sei Dank momentan sehr anstrengend ist) sehr. Ich stehe zu meinen Gefühlen und teile sie auch gerne mit. Die Kinder gehören nun mal zu meinem Leben und bilden sozusagen der Lebensmittelpunkt – aber nicht nur! Ich habe als nachwievor vielseitig Interessierte noch andere Themen, über die ich mich gerne austausche.

Und darum geniesse ich hin und wieder einen gemütlichen kinderfreien Abend mit anderen ebenfalls kinderfreien Müttern oder kinderlosen Freundinnen. Mir sind der Kontakt und der Austausch mit anderen Müttern genauso wichtig wie die Treffen mit meinen kinderlosen Kolleginnen. Ich habe das grosse Glück, dass diese zwar kinderlos, jedoch sehr kinderliebend und an meinem jetzigen Leben und der Kinder sehr interessiert sind. Und so wie sich diese für mich und meine Freuden und Sorgen interessiere, so interessiere ich mich für ihre Anliegen. Denn diese waren ja schliesslich auch mal meine. Auch wenn die Treffen mit den kinderlosen Freundinnen nicht mehr so häufig sind - Hauptsache ist doch, dass man sich sieht, liest und hört. Es braucht eben auf beiden Seiten etwas guter Wille und eine Portion gutes Organisationstalent gespickt mit einer Prise gutem Improvisationstalent um sich zu verabreden ;-).

Obwohl ich gerne über meine Kinder spreche, so tue ich es nicht ausschliesslich ;-). Es tut mir gut, auch noch über anderes zu reden als über Kinderkrankheiten, Trockenwerden und Trotzanfälle ;-). Zum Ausgleich, zur Abwechslung und natürlich auch um etwas Geld dazuzuverdienen, arbeite ich nebenbei noch Teilzeit. Die Arbeit, der Umgang mit Erwachsenen, die Gespräche, auch mal in einer anderen Tonlage, tun mir enorm gut und bereichern mich zusätzlich :-).

Es käme mir allerdings nicht in den Sinn, einfach so und ohne Grund kinderlose Frauen nach ihrem Kinderwunsch zu fragen. Gerade für ungewollt Kinderlose ist diese blöde Fragerei nach dem wieso, warum, wann und ob eine Qual und schmerzhaft. Zudem geht es mich schlichtweg nichts an!

Leben und leben lassen, heisst mein Motto. Und damit fahre ich meistens sehr gut!

Mit etwas mehr Mit- und Füreinander statt Gegeneinander und etwas mehr Toleranz, Rücksicht, Verständnis und gesundem Menschenverstand steht einem friedlichen, entspanntem und harmonischem Leben mit oder ohne Kinder nichts mehr im Wege :-)!

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