Montag, 28. September 2009

Vater, sei ein Mann!

Weichgespülte Väter werfen offensichtlich Fragen auf, die Kommentare auf den Artikel beweisen es. Hier ein paar Antwort-Versuche:

Obwohl es mir fern lag, mit dem Eintrag "Moderne Väter spülen weicher" irgendjemandem auf den Schlips zu treten, fühlten sich einige Leser/innen, wie soll ich sagen, angegriffen. Hierzu möchte ich nochmals betonen: Jede/r soll sein Leben so leben, wie sie/er es für richtig hält, solange sie/er glücklich dabei ist.

Wie denn für mich ein emanzipierter, männlicher, eben NICHT weichgespülter Vater zu sein hat, wurde ich gefragt. Nun gibt es zwei diverse Sichtweisen: Die der Frau bzw. Mutter und die des Kindes. Ich werde versuchen, die Antwort auf diese Frage aus sicht einer Frau zu finden. Auf die Gefahr hin nochmal ins Fettnäpfchen zu treten, hier also ein Versuch:

1. Besagtes Tragetuch! Ein ähnliches No-Go ist in meinen Augen das Tragen von Gummihandschuhen beim Abwaschen.

2. Überdimensionierte Sorge auf dem Spielplatz/Schulweg/Gumpiburg etc. Die meisten Mütter sorgen sich schon für zwei, da braucht das Kind wenigstens den Vater/Mann, der ihm sagt "Super, du kannst das!" Wenn die Rollen diesbezüglich vertausch sind, geht das natürlich auch.

3. Erzählungen über die Blähungen der schwangeren Frau, die Frequenz, in der das Baby die Windeln füllt und das Essverhalten des Kindergärtners sind schon bei Müttern langweilig, bei Vätern einfach unmöglich!

4. Viele liebevolle Väter machen aus ihren Kindern Zirkusäffchen. "Und, Janis, wie macht das Entlein?" und ähnliche Fragen sind für ein Kind und seine Mutter demütigend.

5. Dauernd wiederholen, wie toll es ist, Kinder zu haben und sie aufwachsen zu sehen. Klingt oft nach Rechtfertigung für ... ja, wofür eigentlich?

6. Allen erzählen, was für ein toller Hausmann man(n) ist. Das darf nur der Bänz, der verdient nämlich sein Geld damit. Alle anderen sollen ihren Frauen einfach Arbeit abnehmen, ohne dafür gelobt werden zu wollen.

7. Auf das Bierchen in der Landbeiz verzichten, bloss weil die Kinder dabei sind. Kinder und Genuss schliessen einander doch nicht aus!

8. Den Kumpels für das kinderlose Bierchen immer wieder absagen, weil man die Kinder ins Bett bringen will/muss. Die Kids schlafen auch bei Mami wunderbar ein!

Ich merke gerade, dass viele dieser No-Gos in meinen Augen auch für Frauen gelten. Dennoch finde ich sie bei Männern schlimmer, sorry!



1 Kommentar:

kummerbube hat gesagt…

Schön formuliert, Danke.

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