Baby-Tagebuch: Hormon-Zapping

So habe ich mich nicht mehr gefühlt seit der sechsten Klasse, als Martin H. zwar mit mir gehen wollte, aber keiner sollte es erfahren… Ich bin gleichzeitig überglücklich und dauernd am flennen. Keine Folge von “Without a trace”, in der ein Kind vorkommt, ohne dass ich eine ganze Kleenex-Schachtel aufgebraucht habe und meine Augen aussehen wie die von Rocky Balboa. Ganz zu schweigen von der “Merci”-Werbung. Diese Geschichte zwischen Tochter und Vater ist doch soo rührend, auch wenn sogar mir klar ist, wie ungeschickt der junge Vater auf alt getrimmt wurde.
Ganz schlimm wird es natürlich bei der Sendung “Mein Baby”. Denn da geht es ja genau um den Event, der mich in ein paar Monaten auch erwartet. Da wird mit Emotionen geworfen, als Schwangere ist das kaum auszuhalten. Frauen, die ihre Männer während der Geburt anschnauzen, Männer, die beim Anblick des schrumpeligen Töchterchens ein Tränchen verdrücken müssen und Hebammen, die Schwangere anfeuern wie Köbi seinerzeit sein Team. Meine Nerven liegen jedesmal blank.
Ich muss mir wohl angewöhnen, nur noch emotionsfreie Sendungen anzusehen. Mehr als die „Meteo“ liegt einfach nicht drin.
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