Freitag, 24. Mai 2013

Stressfaktor Mann.





Mütter sind gestresst. Aber nicht weil sie Mütter sind. Sondern Ehefrauen.


Mutterschaft stresst. Kaum eine Mutter, die in der heutigen Zeit lebt, wird mir widersprechen. Ob mit oder ohne Job ausser Haus, ein oder mehrere Kinder, mit oder ohne Mann: Es ist nicht leicht, Mutter zu sein. Doch Letzteres stimmt offenbar nicht ganz. Laut einer Umfrage von «TodayMoms» sagten fast die Hälfte der 7'000 befragten Mütter aus, ihr Mann stresse sie weit mehr als die Kinder.
Ich kenne Paare, bei denen der Mann ein weiteres Kind darstellt. Männer, die nie kochen, nie putzen, sich selten um die Kinder kümmern und von Mami erwarten, ihre Socken zu waschen, falten und danach: finden! Solche Männer gibt es. Doch die Hälfte aller Partnerschaften KANN doch nicht so sein, richtig?
Falsch! Genau das Problem des Mannes als zusätzliches Kind war der grösste Stressfaktor der Befragten. Sie behaupteten teilweise gar, das Leben als Alleinerziehende wäre für sie einfacher. (Ich kenne alleinerziehende Mütter, die dem sofort zustimmen werden.)
Andere wiederum stellten in der Umfrage wiederum fest, dass auch die Ehe Arbeit mit sich bringt, weit mehr als die Kinder. Und das, obwohl andere Studien doch bewiesen haben wollen, dass Eheleute glücklicher sind als Singles – inklusive geringerem Herzinfarkt- und Krebsrisiko.
Also, was jetzt? Es sind eben doch die Kinder das Problem. Eine Ehe ohne Kids ist statistisch gesehen nämlich glücklicher als mit. Als ob Väter nur dann zu Kinder mutierten, wenn sie selber welche haben. Logisch!
Aber seien wir ehrlich: Wir haben ihn ja nicht geheiratet und Kinder mit ihm gekriegt, weil er so toll die Wäsche wäscht und die Kinder ins Bett bringt. Sondern weil wir ihn lieben.
Und hier noch die Fussnote an die Väter: Damit das so bleibt, sollten Sie wieder öfter die Wäsche waschen. Und die Kinder ins Bett bringen. Ach ja, und was Paarberater nicht müde werden zu erwähnen (und ich vollkommen richtig finde): verbale Anerkennung. Ein «Danke!» kann Wunder wirken. Und das ist doch nicht zu viel verlangt, oder?

Kommentare:

ApfelPhi hat gesagt…

Solche Kommentare zu Männern habe ich bisher hauptsächlich in amerikanischen Foren gelesen und mich immer gewundert, dass es das heute noch soooo gibt.
Was lebe ich in für einer heilen Welt, dass nicht nur mein Mann sehr viel im Haushalt mithilft (teilweise mehr macht als ich), sondern das im Freundeskreis auch hauptsächlich so aussieht. Danke für das Bewusstmachen!

Stef hat gesagt…

Danke für den Beitrag, Rabenmutti ;)
Puuuh, ich glaube, ich muss mit meiner Frau mal reden - in der Hoffnung, sie sieht das nicht genauso! Wäre ja grausam, in erster Linie für sie, aber auch für mich ... Nee, ich will für sie kein weiteres Kind sein.

Ich muss sagen: Wir teilen uns alles ganz prima auf. Am WE nehme ich ihr die Kinder ab, unter der Woche nehme ich ihr die Küche ab. Ansonsten geh ich arbeiten und weiß sehr, sehr zu schätzen, welche Arbeit sie mit dem Sprössling hat, dass sich ein Kind nicht von allein erzieht. Das werde ich ihr nachher wohl noch mal sagen ... Und mich jetzt an die Küche machen, anstatt weiter in Blogs zu stöbern ... ;)

Lorelai hat gesagt…

Tja, je älter die Kinder desto rausgeschlichener hat sich die Mithilfe meines Mannes im Haushalt und auch ein "Danke für alles, was Du tust" vermisse ich sehnlichst. Aber was, wenn es ihm genau so geht? Ackert den ganzen, lieben langen Tag von sehr früh bis spät genug um genug Kohle anzuscheffeln damit wir hier alle satt werden und baut nebenbei noch an unserem Haus mit. Und ich sag' auch nicht danke, im Gegenteil: Kaum kommt er nach Hause, übergebe ich ihm einen guten Teil der Verantwortung für die Kids und die Küche anstatt, dass ich ihn ins nächste Wellnesshotel schicke. Und eine sauber strahlende Wohnung samt Ehefrau erwartet ihn mitnichten. Ich schätze, wir sind quitt. Oder vlt ist sogar er der "arme Siech" :D

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