Donnerstag, 2. Mai 2013

Kinder für alle?



Nicht jeder kann sich Kinder leisten. Sollten arme Menschen deshalb auch keine haben? 


Heute geht es etwas philisophischer zu. Auf dem Blog «ars libertatis», der  – wie der Autor oder die Autorin selber schreibt – «Eigenwillige Betrachtungen und Spekulationen zu Philosophie, Wirtschaft, Politik, Kultur, Gesellschaft, Religion, Technologie und unserer Zukunft» anstellt, las ich folgenden Post: 
«Sollten sich alle Menschen Kinder leisten können?»
Unter anderem kritisiert die Autorin/der Autor, dass an der Debatte um die Familieninitiative von linker Seite immer wieder behauptet werde

Unbestritten ist: Die finanzielle Situation darf in der Schweiz nicht darüber entscheiden, ob sich jemand Kinder leisten kann.1
Diese Aussage veranlasst den Blogger dazu, sich Fragen zu stellen: «Wieso ist das unbestritten? Wieso sollte man sich stets Kinder leisten können, egal in welcher finanziellen Situation man sich befindet? Sollte dies auch für andere Dinge gelten? Für Häuser vielleicht? Für Flatscreen-Full-HD-TVs? Für Motorräder? Für Hunde und Katzen? Für Auslandsferien? Für Bordellbesuche?»
Worauf ich mich frage: Kann es sein, dass sich in einem der reichsten Länder der Welt auch nur Reiche Kinder leisten können? Darf es sein, dass man Kinder monetär mit einem Motorrad, einem Haus oder gar einem Besuch im Puff vergleicht? Worfür stehen Kinder in der Schweiz eigentlich? Für Besitz? Sind Kinder für uns Schweizer zum Statussymbol geworden?
Menschen mit kleinem Budget erhalten staatliche Unterstützung, damit ihre Kinder weitgehend dieselben Startchancen erhalten wie wohlhabende. Dass diese dennoch illusorisch sind, zeigt die Realität täglich. Der Mittelstand bleibt indes auf der Strecke. Wo aber müsste die Grenze gezogen werden? Und wer entscheidet darüber? Der Staat? Wäre da nicht gerade die Partei, die weniger Staat will, dagegeben? Wenigstens hätten dann nur die Kinder, die sich eine Mami leisten können, die zu Hause bei den Kindern bleibt!
Müsste man die Grenze nicht auch bei denen ziehen, die keine pädagogischen Grundsätze befolgen, nicht bio kochen und ihre Kinder in die Krippe geben?
Die Diskussion ist eröffnet: Wer darf Kinder haben?

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