Donnerstag, 4. September 2008

Volksinitiative gegen Hochdeutsch im Chindsgi

Wir hatten schon darüber berichtet, wie es um das "Niveau" des Hochdeutschen in hiesigen Kindergärten steht: "Überzeugt überzogen". Nun verlangt eine Volksinitiative "Ja zur Mundart im Kindergarten", das in den Kindergärten des Kantons Zürich das Hochdeutsche auch künftig keine Pflicht werden soll.


Die Initiative verlangt, dass in den Zürcher Kindergärten wie bisher grundsätzlich Mundart gesprochen wird. Sie bekämpft die Durchsetzung eines Entscheides des Bildungsrates, der künftig für mindestens einen Drittel der Unterrichtszeit Hochdeutsch verlangt.

Der Verzicht auf Hochdeutsch im 1. Kindergarten diene dem «sinnvollen altersgerechten Sprachenerwerb» begründen die Initianten ihren Vorstoss. Und im zweiten Jahr sei höchstens ein geringer Hochdeutsch-Anteil sinnvoll.

Hinter der Initiative steht EVP-Kantonsrat Thomas Ziegler. Im Komitee sind aber auch verschiedene Politiker diverser anderer Parteien vertreten.

Welche Sprache die Kindergärtler im Unterricht sprechen sollen, ist auch im Kantonsparlament umstritten: Im Frühjahr wurde zwar ein Vorstoss gegen die Einführung des Hochdeutschen im Kindergarten dringlich erklärt. Gleichzeitig sprach sich das Parlament aber dagegen aus, Mundart zur Hauptsprache zu erklären.

Eine ähnliche Initiative wurde bereits auch in Basel lanciert.

Wir sind gespannt, inwiefern das Volk "überzogen" werden kann.


Quelle: SDA/ATS

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