Dienstag, 22. April 2008

Die Vermessung der Familie

Wie ist es um die Familien in der Schweiz bestellt? Der Beobachter hat nachgefragt und interessante Antworten erhalten. Das Wichtigste vorweg: Von Zerfall ist keine Rede. Die Familie ist für die Schweizer Bevölkerung ein Ort der Liebe, des Friedens und des Glücks.

Das öffentliche Interesse an der Situation der Familien in der Schweiz ist gross. Man liest und hört von Familienarmut, Scheidungsraten, Geburtenrückgang oder Gewalt gegen Kinder. Allerorts ist die Rede vom drohenden Zerfall der Familie.

Aber ist es um die Familie tatsächlich so schlecht bestellt? Wie geht es den Familien in der Schweiz überhaupt? Welche Bedeutung hat die Familie heute noch? Fühlen sich die Eltern mit der Erziehung überfordert? Was sind ihre Wünsche, ihre Ängste? Aus welchen Gründen entscheiden sich die Leute für oder gegen Kinder? Und: Was heisst Familie eigentlich?

Der Beobachter-Familienmonitor liefert Antworten auf diese Fragen. Es ist die erste repräsentative Untersuchung in der Schweiz, die über die Befindlichkeit von Familien und über die Einstellung der Bevölkerung zu Familien und zu Kindern informiert. Ziel des Monitors ist es, nicht nur eine momentane Stimmungslage zu beschreiben, sondern auch längerfristige Entwicklungen der Institution Familie einzufangen. Dieser ersten Untersuchung werden deshalb alle zwei Jahre weitere Erhebungen zum Thema Familie in der Schweiz folgen.

Für die Untersuchung wurden über 1000 Personen ab 18 Jahren interviewt, gleich viele Männer und Frauen. Die Hälfte der Befragten lebt in Familienhaushalten, die andere Hälfte hat keine oder bereits erwachsene Kinder. Die persönlichen Interviews, die das Forschungsinstitut gfs.bern im Auftrag des Beobachters im Januar 2008 durchführte, dauerten jeweils 25 Minuten. Sie fanden in zufällig ausgewählten Gemeinden statt, verstreut über alle Sprachregionen der Schweiz.

Das Dossier Familienmonitor



Text: Yvonne Staat

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