Donnerstag, 17. Januar 2008

Rundschau: Kinder und Karriere





Ihr dachtet, das Thema ist veraltet und langweilig? Die Sendung war's, die Forums-Beiträge sind es nicht...


Die Sendung zeigte gestern zwei gut ausgebildete Mütter, die beide 80% arbeiten. Demzufolge geben sie ihre Kinder in "Fremdbetreuung" (Schon der Begriff ist falsch. Für die Kinder sind ihre Betreuer ja nicht fremd.) Also alles nichts Neues und schon gar nichts Spannendes.

Spannend und teilweise schockierend fand ich heute jedoch die Reaktionen im Forum der Runschau.

Das Schweizer Volk ist so erzkonservativ, dass mir die Haare zu Berge stehen. Und noch spricht keiner von den "echten" Rabenmüttern. Die, die sich auch für anderes als "nur" ihre Kinder interessieren, unabhängig davon, ob sie arbeiten oder nicht...

Kommentare:

rahel b. hat gesagt…

leider habe ich die sendung nicht gesehen, aber die kommentare im forum sind wirklich das letzte! v.a. die empörungen darüber, dass wir ev. die kinderbetreuung dem "staat anhängen" würden. manchmal leben wir in der schweiz schon noch in den fünfzigern, finde ich. und so fern jeder realität!

ich bin mutter von zwei kindern und arbeite teilzeit. es ist nicht immer einfach, es gibt viel zu organisieren und alles unvorhergesehene ist eine herausforderung. aber meine kinder sind happy und kennen dank krippe und hort viele interessante leute. ist das nichts wert? ausserdem haben sie einen vater, der für sie da ist. davon spricht irgendwie auch niemand. hoffentlich sind junge politiker und schweizer etwas visionärer und unsere töchter müssen nie solchen mist über sich ergehen lassen!

Marina hat gesagt…

die Sendung kann man immer noch in SF Archiv sehen (http://www.sf.tv/sf1/rundschau/archiv.php)
Was ich mich immer noch frage in diese Diskussionen ist , wo sind die Männer?? Wieso geht man davon aus, dass es für den Väter kein Dilemma geben soll zwischen Karriere und Kindern?

Ich bin Studentin und Mutter eines Kindes. Der Vater arbeitet 50% und wir haben seit die Geburt die Betreung geteilt. Dass Mutter und Vater 2 sachen sind die sich nich ersätzen lassen ist mir klar geworden. Aber dass die Kinder 24 Stunden pro Tag seine Mutter braucht finde ich so absurd!!!!!

Ich kann mir keine bessere Situation als meine vorstellen. Ich habe Zeit um meine Interesse nachzugehen und wenn ich mit der Kleine bin, bin ich 100% da. Und sonst hat er wirklich ein Vater der ihn kennt.
Die Krippe ist auch sehr wichtig, da er sehr sozial ist und sonst fast keine andere Kinder trifft.

Wie sich der Staat sich da beteiligen soll ist noch eine andere Frage die ich mich noch nicht beantworten habe. Aber, ist das "produzieren" von Bürger nicht das erste und wichtigste für den Staat? Generell, und ganz besonders in der Schweiz, sind Mütter (oder Eltern wenn beide in die Erziehung beteiligt sind) sich überhaupt nicht von ihre wichtige soziale Funktion bewusst. Wieso sind Mütter nicht die bewundersten Personen in der Gesellschaft? Wieso stehen nicht ihnen alle Mittel zur Verfügung um diese wichtigste Funktion zu erfüllen?

Und zur Vergleich mit eine andere Kultur:
In Spanien, wenn eine Berufstätige Frau schwanger ist und sagt, sie wird nach der Geburt nicht mehr arbeiten, fragen alle: Warum!??

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