Dienstag, 19. Juni 2012

Das Kind beim Namen nennen

Dem neuen Baby einen Namen zu geben war bisher oft mühsam und von Unsicherheit geprägt. Damit ist es jetzt vorbei.

Wie schwer habe ich mich damals mit einem Namen für unseren Sohn getan. Ein französischer Nachname benötigt auch einen solchen Vornamen und seien wir ehrlich, frankophone Namen klingen oft etwas hochgestochen, als hätte sie der Sonnenkönig persönlich ausgesucht: Jean-Yves, Edouard oder auch Lucien. Wir konnten uns schliesslich einigen. Das heisst, wir nahmen den Vorschlag des Kindsvaters, da mir einfach nichts Besseres einfallen wollte. 
Und wie das meistens ist, finden wir heute, dass der Name bestens passt. Zu ihm, seinem Charakter und auch zu uns. Denn darüber wundere ich mich immer wieder, wenn ich Geburstanzeigen erhalte: Britney Huber? Anastasia Müller? Oder aber auch Thomas Nguyen? Es ist natürlich jedem selbst überlassen, wie er sein Kind nennen will, die Überlegung, dass er/sie das ganze Leben mit eben diesem verbringen wird, sollte man sich aber schon machen. Sollte der Vor- nicht auch zum Nachnamen passen?

Deshalb hier meine neuste Entdeckung aus dem Welt-Weiten-Web: nameling.net. Die Namensfindungs-Site funktioniert nach dem Empfehlungsprinzip von Amazon. Sie geben Ihren Namen ein und die Seite spuckt dazu passende Vornamen aus. Beispiel: Die drei passendsten Namen zu Nathalie: Emanuelle, Amélie und Emilie. Und jetzt raten Sie mal, wie unsere Tochter heisst? Emily. Offenbar sucht man sich den Namen auch instinktiv ähnlich aus, wenn man nicht unbedingt auffallen will mit einem Kind, das so heisst, wie ein Ex-Teenie-Star oder die Hauptfigur eines Blockbusters.

Wenn man bei den Vorschlägen nach unten scrollt, findet man hingegen auch «Chantal» und «Justine», die in der Deutschschweiz dann «Schantall» und «Schüstin» genannt werden würden. Die Aussprache gilt es nämlich auch zu beachten.

Nun kann man noch lange alles «richtig» machen, einen kurzen Namen wählen, damit nicht noch mehr abgekürzt werden kann, kaum sind sie in der Schule, haben Mami und Papi keinen Einfluss mehr darauf, wie die Kinder gerufen werden. Aus Max wird «Mäge», aus Luc wird «Lüge» und aus Fabian wird «Fäbe». Solange Mami nicht auf einmal «Muetter» heisst, ist ja alles in Ordnung.
Nach welchen Kriterien habt ihr den Namen eurer Kinder gewählt?

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