Freitag, 28. Februar 2014

Wieviel ist ein Hausfrau wert?

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Sie arbeiten gratis. Viel. Doch wieviel sind Hausfrauen in Franken umgerechnet "wert"? Viel, wie sich zeigt, denn das kann jetzt nämlich online berechnet werden. Und das tut irgendwie gut.

«Wie viel ist die Arbeit einer Hausfrau wert?» Das der Titel einer Studie, die jährlich von «Salary» durchgeführt wird. So gaben 2013 über 6000 Mütter an, wie viele Stunden sie wöchentlich für die Hausarbeit aufwenden. Das Ergebnis? 94 (!) Stunden putzt, kocht, wäscht, räumt auf, bügelt eine Hausfrau (welche meist nebenbei noch ein, zwei drei Kinder versorgt) pro Woche!! 

Gemäss den Berechnungen von Salary käme dies einem Jahressalär von über US$ 80‘000, sprich einem monatlichen Verdienst von knapp US$ 7‘000 gleich. Und hier reden wir von amerikanischen Löhnen. Umgerechnet für die Schweiz dürfte dies bei einem Stundenlohn von durchschnittlich CHF 30.00, einen Monatslohn von CHF 11‘280.00 entsprechen. Nicht schlecht!

Das Problem ist nur, Hausfrauen verdienen nichts. Rein gar nichts. Ausser die – meist total inexistente – Dankbarkeit ihrer Bälger und ihres überarbeiteten Ehegatten, die in beiden Fällen kaum merken, was Mami den ganzen Tag schafft.

Interessant sind gemäss der Infografik auch die Aufteilung der Hausarbeit. Gekocht wird während 14 Stunden die Woche. Klingt bei 7 Tagen (denn ja, die Hausfrau arbeitet nicht nur Montag bis Freitag) einleuchtend. Überraschender ist – ganz nach dem Motto «Wieso nennt man mich Hausfrau, wenn ich eigentlich dauernd im Auto sitze?» – die Anzahl Stunden, welche Mami sich Chauffeuse nennen darf: 8 Stunden die Woche!! Natürlich müssen die kulturellen Unterschiede berücksichtigt werden, weshalb man die USA nie ganz mit der Schweiz vergleichen kann.

Dennoch: Hier mein Aufruf an alle Kinder und Männer, welche zu Hause eine Mutter/Frau haben, die sich 7 Tage die Woche UM ALLES kümmert: Sagt Danke! Mehrmals täglich. Gopf!

Kommentare:

Andrea Mordasini, Bern hat gesagt…

Danke :)! Es ist halt leider schon so, dass Mutter und Hausfrau sein von vielen kinderlosen Männern wie Frauen immer noch belächelt und gleichgesetzt wird mit "Plöischle", "Käfele", mit den Kindern spielen, in den Tag hineinleben und auf dem Spielplatz sein gleichgesetzt wird... Das liegt halt daran, dass in unserer (Hoch)-Leistungsgesellschaft nach wie vor der zählt, der Geld und vor allem viel Geld verdient. Nur weil jetzt eine Frau Mutter ist und nichts bis wenig Geld verdient, leistet sie ja nicht weniger als eine kinderlose 100% arbeitende Person, im Gegenteil! Daher gebührt uns Mütter, egal ob noch Teilzeit arbeitend oder nicht, endlich mehr Anerkennung, Wertschätzung und Respekt, denn diese haben wir uns redlich verdient :). Nur sollten auch diejenigen den Artikel lesen, die Mutter sein und Hausfrau als „Schoggijob“ betrachten… ;).

Lorelai hat gesagt…

Gopf und wann bezahlt uns endlich jemand für die Arbeit! Denn würden wir Hausfrauen tatsächlich nur den ganzen Tag pläuschla, versänke unser Haushalt im Messie-Chaos und was aus den Kindern dann wird, will ich gar nicht wissen. Jede Erzieherin in der Kita bekommt Lohn für ihre Arbeit, wir, die auf unseren Job verzichten und der Wirtschaft den Rücken kehren, krampfen für ein sporadisches, kleines Lob alle paar Monate...

Nina hat gesagt…

Eben bin ich auch deinen Blog und somit diesen tollen Artikel gestossen. Ich muss wohl eine Lohnerhöhung beantragen. ;-) Danke für diesen tollen Beitrag. Denn ich bin auch dafür, dass unsere Arbeit endlich mal gewürdigt wird.

Liebe Grüsse
Nina

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