Sonntag, 28. Juli 2013

Sponsored Video: Sehnsucht Pubertät


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In der Pubertät finden die Kinder uns peinlich und reden nicht mehr mit uns. Und was soll daran so schlimm sein?

Während Prinzchen George mit seinen königlichen Eltern seine ersten Ferien überhaupt verbringt, kehre ich gerade zurück von meinen. Mit einer Vorschul-Prinzessin und einem vorpubertierenden Prinzen. Mmmh. Ich frage mich, ob Klein-George seine Mutter später auch so nerven wird. «Mami, lueg! Wie sieht mein Kopfsprung aus?» (Prinz) «Mamiii, lueg! Ich kann schon ohne Flügeli im Kinderpool schwimmen!» (Prinzessin) «Maaaammiiiii, ich habe Hunger!» (Beide. Nie zur gleichen Zeit.) «Maaaaaamiiiiiii, dürfen wir ein Glace???» (Beide. Einmal stündlich.)



Vor Kurzem besuchte ich einen Vortrag zum Thema Vorpubertät und der Experte versicherte uns Eltern im Saal, wir müssten es jetzt unbedingt noch geniessen. Jetzt seien die Kinder noch wissbegierig und mitteilsam. Sobald die Pubertät käme, sei es damit vorbei und sie hätten dann dauernd das Gefühl, sie wüssten alles besser und überhaupt seien wir Eltern nur noch peinlich und hätten von gar nichts eine Ahnung.



Also versuchte ich, die Ferien und die damit einhergehende Wissbegierig- und Mitteilsamkeit meines Neunjährigen zu «geniessen». Ich hörte ihm zu. Auch dann, wenn er mir von seinem Game auf dem iPod erzählte und mir das x-te verpixelte Minecraft-Haus zeigte, dass er in aller Herrgottsfrüh bereits gebaut hatte. Ich beantwortete ihm seine Fragen, auch wenn diese noch so unangebracht waren («Mami, weißt du überhaupt, wie du fahren musst?»). Und natürlich spielte ich mit ihm alle Gesellschaftsspiele, die wir dabei hatten und schwamm mit ihm um die Wette. Ach ja, den Handstand und den Kopfsprung brachte ich ihm auch noch bei.



Hier muss ich vielleicht anmerken, dass der Papa diesmal nicht dabeiwar, der mir normalerweise teilen wir uns in solchen Sachen aufmindestens die Hälfte «Fun» abnimmt. Und da die anwesende Nonna für Kopfsprünge und kindliche Gesellschaftsspiele nicht zu haben ist, «genoss» ich die beigeisterungsfähige Vorpubertät meines Sohnes alleine. Und das sowieso extrem aktive und begeisterte Vorschul-Alter meiner bald Fünfjährigen ebenfalls.



Tja, wisst ihr was? Ferien waren das für mich keine. Lässig zwar, die Kids wiedermal so intensiv zu erleben. Erholend? Nicht wirklich. Weshalb ich heute die Pubertät meiner Kinder herbeisehne. Jene Phase ihres Lebens, in der sie mich peinlich und langweilig finden. Und nichts, aber auch gar nichts mehr von mir wollen. Alles, was sie dann noch interessiert, sind ihre Freunde, ihre Liebschaften, Musik und was heutige Pubertierende halt sonst noch cool finden. DAS werden dann Ferien sein!

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