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Advent, Advent, nicht eine Mutter pennt...





Oder was macht ihr nachts? In der Vorweihnachtszeit sind die Nächte kurz. Und die To-do-Listen lang. 


Es ist neun Uhr abends. Erschöpft liege ich auf dem Sofa und schaue irgend etwas im Fernsehen, an das ich mich nächstentags nicht mehr erinnern werde. Das hat einerseits mit der grausigen Qualität der meisten Sender zu tun, andererseits aber vor allem damit, dass ich nicht ganz anwesend bin. Das wiederum hat einerseits damit zu tun, dass ich einfach zu hundemüde bin, um mich für die Heldin im Film und ihre Sorgen zu interessieren. Vor allem aber damit, dass ich selber Sorgen habe. Luxus-Sorgen, wohlgemerkt, aber Sorgen halt.

Zurzeit arbeite ich nämlich dauernd an einer To-do-Liste. Diese beinhaltet sämtliche Tätigkeiten, die in den nächsten sechs Wochen bis Weihnachten erledigt werden müssen. Und ein paar für Januar. Nicht nur to-dos, auch to-buys, to-fix, to-learn, to-read und – das ist zwar das ganze Jahr hindurch so – to-write.
 
Tagsüber Listen zu führen, ist ja nichts Weltbewegendes, alle tun das, sogar unsere Kinder. Mühsam wird es dann, wenn wir nachts aufwachen und die mentalen To-dos weiterführen. Und entsprechend nicht mehr einschlafen. Eine Umfrage im Bekanntenkreis ergab, dass ich nicht die einzige Mutter bin, deren Liste immer länger und vorwiegend nachts ergänzt wird.
 
1. Geburtstag Tochter- Zutaten Kuchen
- Geschenk einpacken
- Deko: Alles Samstagabend vorbereiten, damit sie Sonntagmorgen die Überraschung erlebt.
- Hoffen, das an besagtem Tag alles gut geht, sie höflich danke sagt und alle happy sind. 


2. Besuchstag Schule Sohn- Babysitter für Tochter organisieren
- Artikel vorschreiben, da an besagtem Tag keine Zeit. - Haare am Abend vorher waschen, morgens zu stressig 


3. Adventskalender organisieren (ja, das ist schon schuurig bald!)
 
4. bis XXX Einladungen, Apéros, Arztbesuche, Verwandtendiskussionen, Chauffeur spielen und so weiter, und so weiter.
 
Schon für Weihnachten alleine könnte ich drei A4-Seiten mit To-dos und To-Think-Abouts füllen! 
 
Einfach eine Nacht durchschlafen, wäre wiedermal nett. Aber dann könnt ihr sicher sein, dass unsere Kleine einen Alptraum hat und unbedingt bei Mami und Papi schlafen muss. Quer im Bett liegend, versteht sich. Na dann, gute Nacht!
 
Wie handhabt ihr eure Listen? Schön eins nach den anderen? Alles im Kopf oder auf ausgetüftelten Excel-Files? Oder lasst ihr euch gar nicht stressen von der Vorweihnachtszeit?

Kommentare

Mama on the rocks hat gesagt…
Weder noch: Ich bin viel zu sehr im Stress, als dass ich eine geregelte Liste hinkriege. Ich habe alles Fresszettel, die irgendwo rumliegen. Und dann fällt mir plötzlich wieder ein, dass ich das und jenes noch machen muss. Beim Lesen Deines Artikels habe ich gedacht: Au weia, Weihnachtsgeschenke basteln. Shit, Adventskalender. Werde das gleich auf einen Zettel schreiben :-)
LG
Mama on the rocks
Unknown hat gesagt…
Genau so mache ich das auch, alles auf eine Todo Liste schreiben und das erledigen auf das ich gerade Bock habe :-) In der Nacht würde ich aber nie aufstehen um was weiter zuschreiben oder zu machen. Da ist mir der schlaf zu wichtig :-)

Lg Melisande

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