Donnerstag, 8. März 2012

Best of Väter

Heute ist internationaler Frauentag. Doch wie Schawinski sagen würde «Who cares?!». Deshalb heute mal was über Väter.

In den Sportferien hatte ich das grosse Vergnügen «The Descendants» zu lesen. Genau, das Buch, dass dem Oscar-nominierten Film mit George Clooney als Vorlage diente. Diese Geschichte über einen Vater (Clooney, gemäss Kritikern in seiner «uncoolsten» Rolle überhaupt) und seine zwei Töchter, die er erst wirklich kennenlernt, als die Mutter nach einem Umfall im Koma liegt und er ihren Liebhaber auftreiben will, damit dieser Abschied nehmen kann. Ganz toll, wärmstens zu empfehlen, das Buch. Den Film habe ich noch nicht gesehen, werde ich mir aber mit Sicherheit ebengalls antun. 

Es ist eine rührende Geschichte, die den Leser zu tränen rührt und im nächsten Moment zum lachen bringt, hervorragend geschrieben. Mitunter manchmal auch nervenzehrend, wenn man diesem Vater zuhören muss, der sich darüber beklagt, dass seine Töchter so «komisch» sind. Denn er hat schlichtweg keine Ahnung. Weder von Frauen im Allgemeinen, noch von Mädchen im Besonderen und von der Liebe noch weniger. Meint man anfangs. Doch im Verlaufe dieser Suche nach dem Liebhaber – von dem er erst erfährt, als er schon nicht mehr mit seiner Frau darüber sprechen kann – merkt man, dass er trotz der Abwesenheit des zuviel arbeitenden Vaters eben doch einer ist, der seinen Töchtern nur das Beste geben wollte. Und jetzt erst recht will.  

Väter. So viel wird heute über sie geschrieben, darüber, ob sie genug für die Familie tun, die Hälfte des Haushaltes übernehmen, ihre Work-Life-Balance. Über Väter auf dem Spielplatz, mit Kinderwagen und Tragetuch, fütternd, badend, fussballspielend... Doch dies ist kein neues Phänomen. Wer glaubt, Väter hätten früher einfach am Rande der innigen Mutter-Kind-Beziehung gestanden und nur gerade die Brötchen verdient, die/der irrt. Väter haben schon immer sowohl die Gesellschaft, wie auch die Literatur beschäftigt.
 
„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein, dagegen sehr.“ Dies ist wohl das bekannteste Zitat über die Rolle des Vaters, und Wilhelm Busch hat auch 2012 damit Recht. Doch nicht nur er machte sich den Vater zum Thema, viele Persönlichkeiten haben sich schon Gedanken über ihre Väter oder ihre Vaterrolle gemacht. Die Aussagen reichen von schön über lustig bis hin zu zynisch, auf jeden Fall sind sie immer wahr. Hier unsere Lieblinge: 

«Das ist ein weiser Vater, der sein eigenes Kind kennt.» William Shakespeare 

«Es ist bewundernswert für einen Mann, seinen Sohn zum Angeln mitzunehmen. Doch es gibt einen besonderen Platz im Himmel für den Vater, der mit seiner Tochter shoppen geht.
John Sinor (Amerikanischer Kolumnist) 

«Ein Vater lernt schnell, dass ein Kind mit Sicherheit ins Badezimmer muss, wenn er auch gerade drin ist. Die einzige Möglichkeit, sich seine Privatsphäre zu sichern, ist das Rasieren an der Tankstelle.»
Bill Cosby 

«Väter kriegen keine Orden, doch wenn deine Tochter Stripperin ist, hast du echt versagt!»
Chris Rock 

«Was immer du bist, sei ein guter (Vater).»
Abraham Lincoln 

«Es gibt sicherlich viele Väter, die die grausamste, vernichtendste Abweisung schon erleben mussten: Wenn die Kinder die falsche (Fussball-)Mannschaft unterstützen
Nick Hornby 

«Als Vater war ich immer nur auf der Reservebank. Sozusagen die Zweitbesetzung»
George Clooney als Matt King in «The Descendents» 

Und noch einer, der von Väter und Männer gern zitiert wird:
«Ein Mann, der keine Zeit mit seiner Familie verbringt, ist kein echter Mann.»
Marlon Brando als Don Corleone in «Der Pate»

Kennt Ihr weitere Zitate über Väter? Und Mütter? Die haben wir natürlich nicht vergessen. Demnächst auf diesem Blog: Best of Mütter.

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