Freitag, 13. August 2010

Kaninchen à l'americaine

Eine etwas zweifelhafte Studie behauptet, 50% der amerikanischen Frauen lieber Sex aufgeben würden, als ein paar Kilos zuzulegen. Wen wundert's?

Die Studie ist aus mehreren Gründen zweifelhaft: Erstens wurde sie vom Gewichtskontroll-Programm "Nutrisystem" aufgegeben. Ha! Wäre der Pharmakonzern Pfizer (Hersteller von Viagra) wohl auf dasselbe Resultat gekommen? Eben!

Zweitens erfährt man erst im Lauftext der Studie, dass es beim Verzicht auf Sex nur um die Zeitspanne des Sommers geht. Nun sagt sich die zweifache Mutter: "Einen Sommer lang keinen Sex, dafür darf ich essen was ich will, ohne zuzunehmen? Ein Klacks!"

Ausserdem ist es doch so: Je fetter, desto unsexier. Das Gefühl meine ich, nicht den Sex Appeal. Also ich fühle mich nach zehn abgespeckten Kilos erfahrungsgemäss attraktiver als wenn ich gerade eine Pizza mit Bier vertilgt habe.

Meine erste Reaktion auf die Studie war jedoch vor allem, dass es mich nicht wundern würde, wenn Amerikanerinnen den Sex gerne aufgeben würden. Und zwar wegen der männlichen Gattung, die das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bewohnt. Nicht, dass ich wahnsinnig viel Erfahrung mit US-Männern hätte. Ihr Ruf eilt ihnen jedoch voraus: Sie wollen viel Sex, am liebsten jeden Tag und möglichst kurz. Und da sag'ich mir einfach, wenn ich Kaninchen will, dann bitte mit Polenta und nicht im Bett!

Aber der Sommer ist ja bald vorbei und die Bikini-Figur tritt wieder in den Hintergrund. Dann darf die Libido wieder mitreden...

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