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Neue Studie über Angst vor der Schule

Zehn Prozent eines Jahrgangs sind von Ängsten betroffen

Von Nicole Meier


Sie fürchten sich vor Lehrern und Klassenkameraden oder wollen sich nicht von der Mutter trennen: Immer häufiger müssen Kinder psychiatrisch behandelt werden, weil sie an Störungen leiden, die nicht von selbst verschwinden.

Eine bisher unveröffentlichte Studie zeigt: Jährlich werden schweizweit über 33 000 Kinder und Jugendliche behandelt. Tendenz steigend. Am häufigsten sind Ängste. Rund 10 Prozent eines Schuljahrgangs sind davon betroffen - der grösste Teil sind schulbezogene Ängste.

Die Studie des ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Patrick Haemmerle, kommt zum Schluss: In der Schweiz ist das Angebot an geeigneten Einrichtungen ungenügend. Seine Arbeit dient den Kantonen als Grundlage für die Bedürfnisabklärung. Einige haben bereits reagiert. In Kriens LU wird im Februar eine Therapiestation für 6- bis 12-Jährige eröffnet, in Winterthur und Biel sollen neue Angebote für die Jüngsten entstehen.

Neben Ängsten treten vor allem aggressive Störungen, Aufmerksamkeitsdefizite, Sozialphobien und Depressionen häufig auf.

Ging die Fachwelt früher davon aus, dass sich kindliche Störungen mit dem Alter auswachsen, setzt sich europäischen Studien zufolge eine ernüchternde Erkenntnis durch: Wer als Kind psychisch erkrankt, ist als Erwachsener anfälliger für Ängste, Depressionen und Suizid.


Kommentare

Nicht, dass uns etwa noch langweilig werden würde... Jetzt müssen wir uns auch noch Sorgen darum machen, dass unsere Kinder keine Angst vor der Schule haben. Vielleicht höre ich doch auf, solche Artikel zu lesen. Geschweige denn zu publizieren...

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