Donnerstag, 13. Dezember 2012

Kinder kriegen, Finanzen regeln



Wollt ihr wissen, was Budgetplanung ist? Werdet schwanger, dann lernt ihr es von alleine!

In diesen Tagen wird viel Geld ausgegeben, das perfekte Geschenk ist oft nicht das Günstigste. Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber wir mussten eine Art Weihnachts-Geschenke-Budget machen, damit das Geldausgeben nicht ausartet. Früher war das kein Thema. Rückblickend könnte man sogar sagen, wir hätten meist über unsere Verhältnisse gelebt, nur war das nicht so schlimm. Wir waren ja nur für uns selber verantwortlich. Seit wir Eltern sind, ist alles anders. Auch in Sachen Buchhaltung.

Wenn man also lernen will, mit Geld umzugehen, muss man nur Kinder in die Welt setzen. Nicht, dass Kinder wahnsinnig teuer wären, das kommt ganz auf die Einstellung der Eltern und deren Möglichkeiten an. Dennoch musste ich portemonnaie-technisch einiges dazulernen, seit ich Kinder habe:
  1. Ausgehen ist Luxus. Windeln nicht. Die Prioritäten ändern sich. Drastisch. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
  2. Die Kinder werden so schnell gross! So gerne ich früher schon Schuhe kaufte, für mich selber waren es dann doch nicht sechs Paar pro Jahr. Jetzt schon. Mal zwei! Ganz zu schweigen von Jacken, Hosen und so weiter und so fort.
  3. Einkaufen ohne Liste kommt viel teurer. Vor allem, wenn die Kinder dabei sind. «Mami, darf ich ein Brötchen?», «Wir hatten schon lange keinen Lachs mehr!» Doch nicht nur die Kleinen, auch ich selber shoppe mehr nach Lust und Laune, wenn ich meine Liste – wieder mal – zu Hause liegen gelassen habe. Eltern sein bedingt auch hier eine gewisse Planung, um nicht bankrott zu gehen.
  4. Ein kleines Polster schafft ruhigere Nächte. Notfälle, die es zu berappen gilt, kommen mit Kindern einfach häufiger vor. Von der Zahnspange bis zum neuen Velo, weil das alte gestohlen wurde: Ein paar Franken im Monat zu sparen, ist ein Muss, um ruhiger schlafen zu können.
  5. Kein schlechtes Gewissen haben. Natürlich sollte man nicht die ganze Miete für ein Wellness-Weekend ausgeben. Aber eine Massage oder ein Magazin-Abonnement sollte drin liegen. Wenn die Eltern mal abschalten können, tut das doch der ganzen Familie gut, oder nicht? Hierfür gibt es ja mittlerweile genug Websites mit vergünstigten Angeboten, damit das schlechte Gewissen gar nicht erst aufkommt.
  6. Das Bedürfnis, die eigenen Kinder zu verwöhnen, ist riesig! Um diese Jahreszeit muss ich immer besonders aufpassen, die Versuchung ist einfach zu gross. Natürlich hat man erzieherische Prinzipien, aber wenn man in der Spielwarenabteilung steht... Also unbedingt dagegen ankämpfen und nur wenige, dafür wirklich gewünschte Geschenke kaufen. Das Lächeln der Kleinen an Heiligabend wird uns Recht geben.

Und was haben Sie für Ihre Finanzen gelernt, als die Kinder da waren?

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