Montag, 7. Oktober 2013

Die einzig wahre Familienpoltitik


Schon wieder gute Ratschläge «von oben». Mir reicht's!

Die deutsche Familienministerin Kristina Schröder tritt ab. Ich bin nicht traurig, denn ihr Hang zum mütterlichen - den sie selber aber nach eigenen Aussagen zuw enig ausleben durfte - ging mir gehörig auf den Senkel. Zum Abschied gab sie dem «Spiegel» diese Woche ein Interview, in dem sie wieder einmal Mütter dazu ermuntert, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Und logischerweise im Beruf zurückzustecken. Ihr Aufruf gilt nicht den Eltern. Nur uns Müttern.

Denn Mütter hätten nunmal ein anderes Bedürfnis dem Kind gegenüber blablabla. Schon wieder jemand, der uns Müttern (und nur uns Müttern) sagt, was wir zu tun und zu lassen haben: «Es ist ein urmenschliches Bedürfnis, in intensiven Familienphasen Zeit füreinander zu haben.» Es sei falsch, Mütter zu kritisieren, die sich dafür entschieden, sich im Beruf weniger zu engagieren, so Schröder gegenüber dem «Spiegel».

Letzteres halte ich für vollkommen richtig. Diese Kritik wäre unangebracht. Doch genauso falsch ist es auch, Mütter zu kritisieren, die nach einem Jahr - oder noch früher - wieder arbeiten wollen/müssen. Wieso kann nicht jede das tun und lassen, was für sie und ihre Familie stimmt? Warum müssen uns die Schröders und Schwarzers dieser Welt vorschreiben, wie wir zu leben haben?

Eine Familienpolitik, die jeder Familie die Wahl lässt, das zu tun, was sie will, ist die einzige Familienpolitik, die ich akzeptieren kann! Deshalb sollte alles dafür getan werden, dass Familien wählen können, welches «Modell» sie leben wollen/können.


Oder öppe nöd?

1 Kommentar:

Lorelai hat gesagt…

Ich denk, das ist halt ein Trend, der so langsam kommt, wie's vlt zuvor ne Zeit lang Trend war, dass die Frau arbeiten geht. Es gibt immer mehr Mütter, die sich bewusst für das Kind entscheiden und ne Weile aussetzen. Letztendlich ist es eine Entscheidung, die man erst treffen kann, wenn das Kind da ist... Frau Schröder diskriminiert ja niemanden mit ihren Aussagen... Klar, schade, hat sie die Väter nicht erwähnt aber es nutzt auch nichts, an die Väter zu appelieren, die Unternehmen, die Politik müssen erst die Bedingungen herstellen, dass Väter vom Beruf ne Zeit lang kürzertreten können

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