Direkt zum Hauptbereich

Die Hausordnung für ein besseres Zusammenleben




Neues Schuljahr, neue Regeln? Nein, aber eine kleine Erinnerung an unsere Kinder, die das Zusammenleben einfacher machen.

 
Liebe Kinder, wenn ihr folgende Regeln beachtet, werden wir uns gut verstehen: 


Wir «schulden» euch nichts. Ihr kriegt, was ihr verdient habt. Wir reissen uns seit eurer Geburt die Ä...e für euch auf. Deshalb ist die Tatsache, dass ihr schon wieder nicht fernsehen dürft keineswegs «unfaaair»! Fernsehen, Süssigkeiten und Cola sind keine Menschenrechte, verstanden? 

Ihr «braucht» kein Smartphone. Niemand braucht ein Smartphone. Ihr kriegt ein Pre-Paid, in Fällen, in denen keine anderen Telefone zur Verfügung stehen und das ist fast nie der Fall. 

Hausarbeit wird nicht bezahlt. Wir kriegen schliesslich auch keinen Rappen, wenn wir eure Wäsche waschen, von wem auch? Deshalb wird der Tisch gedeckt, das Bett gemacht, die Kleider weggeräumt, ohne irgendeine Gegenleistung dafür zu erwarten. Für aussergewöhnliche Leistungen (Rasen mähen, Unkraut jäten oder Mama im Geschäft helfen) kann über einen Basislohn verhandelt werden. 

Macht es sofort richtig. Nicht erst nachdem wir euch zum x-ten Mal ermahnt haben, weil ihr nur halbherzig arbeitet. Denn wir werden es trotzdem nicht selber tun, ihr werdet aber viel mehr Zeit damit verlieren (und eure Freunde noch später treffen können), wenn ihr es nicht sofort richtig macht. 

Schule ist euer Job. Es ist das Wichtigste, was ihr in den nächsten Jahren zu tun habt. Genau wie Papa und Mama ihre Jobs gut machen sollten. Klagen und Seufzen nützen nichts, die Arbeit muss trotzdem getan werden. Und erst danach dürft ihr gamen, fernsehen oder Freunde treffen. Wie wir auch. 

Mit Honig fängt man Fliegen. Aber wenn ihr nur dann nett zu uns seid, weil ihr etwas wollt, klappt das auch nicht. Und wenn ihr gerade Ärger gehabt habt mit uns? Fragt erst gar nicht «darf ich?», denn in den Momenten dürft ihr gar nichts, ausser nett sein und noch etwas für uns tun. 

Alles klar? 

Welche Hausregeln würden Sie noch hinzufügen?

Kommentare

Bea Lang hat gesagt…
Wir haben eine Tochter Sabrina.Zuerst englische Spielgruppe.Jetzt Kindergarten Internationale Schule.In der Freizeit nimmt Sie Reitunterricht und Schwimmunterricht mit Ihrer Freundin.Auf eigenen Wunsch.Ist voll ausgelastet.Wir haben absolut keine Probleme mit Ihr.
Anonym hat gesagt…
Was genau soll uns das sagen ,frau bea lang? Scheint mir einer der sinnlosesten kommentare seit langem.

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Hormonhölle

  Wer mich bzw. Rabenmutter (Blog und Buch) noch nicht kennt, braucht für diesen Text eine kurze Orientierung: Bei Sassines sind wir 2 Männer (Vater und Sohn, 21) und zwei Frauen (Tochter, bald 17, und ich). Soviel zur Demografie des Hauses. Als mein Sohn in die Pubertät kam, gab es schwierige Zeiten. Wir sind uns sehr ähnlich, will heissen, wir sagen, was ist. Sowohl im Positiven, wie aber auch im Negativen. Wenn uns also etwas nicht passt, meckern wir genauso, wie wir spontan «Ich liebe dich» sagen können. Jedoch gab es Zeiten, da war es kein meckern mehr, vielmehr gingen wir uns regelmässig an die Gurgel mit ausgewachsenen Wutanfällen, die einem Orkan ähnelten. Sowohl in der Kraft, als auch in der Lautstärke. Diese endeten jeweils mit einem Türenschletzen seiner- und einer Putzaktion meinerseits (Ich putze nicht gerne, ausser ich bin wütend. Meine Laune lässt sich also direkt an der Sauberkeit unseres Hauses messen.) Die anderen zwei Sassines, Vater und To...

Wenn nichts mehr geht - knapp am Burnout vorbei

Monatelang stand ich unter Strom. Dann kam der Stromausfall. Wie ich an einem Burnout vorbeirasselte… Das Hirn läuft auf Hochtouren.  Verträge aushandeln . Kuchen backen für diverse Schulevents. Den Grossen zur Töffliprüfung fahren. Hat mein Mann jenen Termin gesehen? Nochmal überprüfen. Die Grossmutter zum Arzt begleiten. Schon wieder ein Mail von diesem Geschäftspartner, dessen niveauloser Ton an Trump erinnert. Und noch ein Problemfall mit Kunden, den wir zwar nicht verschuldet haben, aber ausbaden müssen. So sahen meine letzten Monate aus. Eure vielleicht auch.   Weiterlesen auf Any Working Mom. ( Photo by  Dingzeyu Li  on  Unsplash )

Nie wieder WWF Tipilager!

Das erste Sommerlager für unseren Grossen. Nicht nur das Wetter machte nicht mit.... Unser Grosser wollte sich diesen Sommer – nachdem wir letztes Jahr den Anmeldetermin verpasst hatten – unbedingt für das WWF-Tipilager anmelden. Wie die Indianer leben, schlafen, Werkzeug bauen und Schmuck basteln, hiess es in der schön gestalteten Broschüre. Er freute sich seit Monaten darauf. Und wir freuten uns mit und für ihn. Einzig die Tatsache, dass sich – trotz umfangreicher Unterlagen -   die Lagerleitung mit keinem Wort vorstellte, fanden wir etwas befremdend. Für jedes der zahlreichen Lager, die mein Mann in seiner Hockey-Karriere leitete, gab er eine Liste der gesamten Leitung mit, damit die Eltern eine leise Ahnung haben, wem sie ihre Kids anvertrauen. Diese Lagerleitung befand das – trotz schriftlicher Nachfrage unsererseits – nicht für notwendig. Doch unser Grosser freute sich viel zu sehr, als dass wir ihn deswegen nicht hingeschickt hä...