Direkt zum Hauptbereich

Kinder kriegen, Finanzen regeln



Wollt ihr wissen, was Budgetplanung ist? Werdet schwanger, dann lernt ihr es von alleine!

In diesen Tagen wird viel Geld ausgegeben, das perfekte Geschenk ist oft nicht das Günstigste. Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber wir mussten eine Art Weihnachts-Geschenke-Budget machen, damit das Geldausgeben nicht ausartet. Früher war das kein Thema. Rückblickend könnte man sogar sagen, wir hätten meist über unsere Verhältnisse gelebt, nur war das nicht so schlimm. Wir waren ja nur für uns selber verantwortlich. Seit wir Eltern sind, ist alles anders. Auch in Sachen Buchhaltung.

Wenn man also lernen will, mit Geld umzugehen, muss man nur Kinder in die Welt setzen. Nicht, dass Kinder wahnsinnig teuer wären, das kommt ganz auf die Einstellung der Eltern und deren Möglichkeiten an. Dennoch musste ich portemonnaie-technisch einiges dazulernen, seit ich Kinder habe:
  1. Ausgehen ist Luxus. Windeln nicht. Die Prioritäten ändern sich. Drastisch. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
  2. Die Kinder werden so schnell gross! So gerne ich früher schon Schuhe kaufte, für mich selber waren es dann doch nicht sechs Paar pro Jahr. Jetzt schon. Mal zwei! Ganz zu schweigen von Jacken, Hosen und so weiter und so fort.
  3. Einkaufen ohne Liste kommt viel teurer. Vor allem, wenn die Kinder dabei sind. «Mami, darf ich ein Brötchen?», «Wir hatten schon lange keinen Lachs mehr!» Doch nicht nur die Kleinen, auch ich selber shoppe mehr nach Lust und Laune, wenn ich meine Liste – wieder mal – zu Hause liegen gelassen habe. Eltern sein bedingt auch hier eine gewisse Planung, um nicht bankrott zu gehen.
  4. Ein kleines Polster schafft ruhigere Nächte. Notfälle, die es zu berappen gilt, kommen mit Kindern einfach häufiger vor. Von der Zahnspange bis zum neuen Velo, weil das alte gestohlen wurde: Ein paar Franken im Monat zu sparen, ist ein Muss, um ruhiger schlafen zu können.
  5. Kein schlechtes Gewissen haben. Natürlich sollte man nicht die ganze Miete für ein Wellness-Weekend ausgeben. Aber eine Massage oder ein Magazin-Abonnement sollte drin liegen. Wenn die Eltern mal abschalten können, tut das doch der ganzen Familie gut, oder nicht? Hierfür gibt es ja mittlerweile genug Websites mit vergünstigten Angeboten, damit das schlechte Gewissen gar nicht erst aufkommt.
  6. Das Bedürfnis, die eigenen Kinder zu verwöhnen, ist riesig! Um diese Jahreszeit muss ich immer besonders aufpassen, die Versuchung ist einfach zu gross. Natürlich hat man erzieherische Prinzipien, aber wenn man in der Spielwarenabteilung steht... Also unbedingt dagegen ankämpfen und nur wenige, dafür wirklich gewünschte Geschenke kaufen. Das Lächeln der Kleinen an Heiligabend wird uns Recht geben.

Und was haben Sie für Ihre Finanzen gelernt, als die Kinder da waren?

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Die Hormonhölle

  Wer mich bzw. Rabenmutter (Blog und Buch) noch nicht kennt, braucht für diesen Text eine kurze Orientierung: Bei Sassines sind wir 2 Männer (Vater und Sohn, 21) und zwei Frauen (Tochter, bald 17, und ich). Soviel zur Demografie des Hauses. Als mein Sohn in die Pubertät kam, gab es schwierige Zeiten. Wir sind uns sehr ähnlich, will heissen, wir sagen, was ist. Sowohl im Positiven, wie aber auch im Negativen. Wenn uns also etwas nicht passt, meckern wir genauso, wie wir spontan «Ich liebe dich» sagen können. Jedoch gab es Zeiten, da war es kein meckern mehr, vielmehr gingen wir uns regelmässig an die Gurgel mit ausgewachsenen Wutanfällen, die einem Orkan ähnelten. Sowohl in der Kraft, als auch in der Lautstärke. Diese endeten jeweils mit einem Türenschletzen seiner- und einer Putzaktion meinerseits (Ich putze nicht gerne, ausser ich bin wütend. Meine Laune lässt sich also direkt an der Sauberkeit unseres Hauses messen.) Die anderen zwei Sassines, Vater und To...

Libido und Langeweile

Wer kennt das nicht? Den Mann hat man schon länger, die Kinder rauben einem den Schlaf und den letzten Nerv. Sex ist das Letzte, worauf man jetzt Lust hat. Für einen Artikel über die weibliche Libido würde ich gerne Aussagen von Müttern und Ehefrauen aufnehmen, wie das bei euch ist/war. Habt ihr regelmässig Sex mit eurem Mann? Oder vielleicht mit einem anderen? Und was heisst regelmässig? Habt ihr Freude am Sex oder ist es zur Pflichtübung geworden? Würdet ihr dagegen eine Pille nehmen? Es wäre schön, wenn ihr mir in der Kommentarfunktion (auch anonym) ein paar dieser Fragen beantworten könntet. Eure Aussagen würden mir sehr helfen! Herzlichen Dank!

Nie wieder WWF Tipilager!

Das erste Sommerlager für unseren Grossen. Nicht nur das Wetter machte nicht mit.... Unser Grosser wollte sich diesen Sommer – nachdem wir letztes Jahr den Anmeldetermin verpasst hatten – unbedingt für das WWF-Tipilager anmelden. Wie die Indianer leben, schlafen, Werkzeug bauen und Schmuck basteln, hiess es in der schön gestalteten Broschüre. Er freute sich seit Monaten darauf. Und wir freuten uns mit und für ihn. Einzig die Tatsache, dass sich – trotz umfangreicher Unterlagen -   die Lagerleitung mit keinem Wort vorstellte, fanden wir etwas befremdend. Für jedes der zahlreichen Lager, die mein Mann in seiner Hockey-Karriere leitete, gab er eine Liste der gesamten Leitung mit, damit die Eltern eine leise Ahnung haben, wem sie ihre Kids anvertrauen. Diese Lagerleitung befand das – trotz schriftlicher Nachfrage unsererseits – nicht für notwendig. Doch unser Grosser freute sich viel zu sehr, als dass wir ihn deswegen nicht hingeschickt hä...