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Mami! Peinlich!

Von der weltbesten Mutter zum peinlichsten aller Erdbewohner. So schnell kann’s gehen. Wie meist in solchen Fällen, kann man den Tag, an dem es passierte, nicht nennen. Es passiert einfach. Schnell. Kurz und schmerzhaft. An einem Tag bis du noch «die beste Mami aller Zeiten», weil du gut kochen, Velo fahren oder Geschenke machen kannst. Am nächsten bist du schon so peinlich, dass es nicht auszuhalten ist mit dir. Beispielsweise, wenn du dem Kumpel deines Zehnjährigen sagst, du fändest sein AC/DC-Shirt noch cool. GEHT. GAR. NICHT! Oder noch schlimmer, du kommst an der Schule vorbei und möchtest deinem Sohn «Hallo» sagen. Und weil es zu Hause auch so ist, küsst du ihn auch noch vor all seinen fussballspielenden, testosteron-schwitzenden Kollegen (Gspönli ist imfall auch totaaal peinlich!) mitten auf die Stirn!  Und dann kommt der Tag, an dem dein Kind einfach vergisst, wie peinlich du in Wirklichkeit bist und heult sich bei dir aus, weil seine Freunde einfach n...

Mami krank. Kind krank.

Es gibt da ein paar Unterschiede. Die Grippezeit war schon praktisch vorbei, als es mich doch noch erwischte. So richtig. Mit allem drum und dran, Fieber, Hals-, Kopf-, Gliederschmerzen, das volle Programm. «Cool!», meinte mein Sohn, «dann brauchst du nicht zu arbeiten und kannst zu Hause rumhängen!». Süss, nicht? Denn für ihn ist krank sein eben nicht nur mühsam. Für ein Kind bedeutet krank sein auch ein wenig Ferien. So bleibt in seiner Erinnerung wohl vor allem der letzte fieberfreie Tag hängen, an dem er ausnahmsweise gamen oder fernsehen darf und seine Schwester los ist, weil diese in der Schule sitzt. Für uns Mütter sieht das etwas anders aus. Die Unterschiede zwischen einer Mutter und ihren Kindern, was das Kranksein betrifft, sind mannigfaltig: Als Kind: Du merkst, dass du krank wirst und freust dich, heute nicht in die Schule zu müssen. Was ist schon ein Schnupfen und Halsschmerzen verglichen mit einem Mathe-Test? Als Mutter: Du wachst auf, fühlst dic...

Friede. Freude. Eltern sein.

Die Misere der kinderzentrierten Erziehung. Oder wieso niemand weiss, wie man diesen Job richtig macht. Eigentlich wollte ich das Buch gar nicht lesen. Bitte keinen weiteren Ratgeber, der uns Eltern sagt, was wir alles falsch machen und bei dem während 300 Seiten die unausgesprochene Frage im Raum steht «Wieso tun sie das bloss?». Nein, das wollte ich mir ersparen. Wir Eltern sind nämlich offenbar total verrückt. Und unglücklich. Ja, vor allem unglücklich. Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder haben alles andere als glücklich macht. Eltern sind ausgepumpt, ängstlich, haben keinen Sex und sind immer müde. Und sie bloggen auch noch darüber. Kurz: Wir Eltern sind die totalen Spassbremsen. Wieso sollte man sich also ein Buch antun wollen, dessen Titel genauso keine Besserung verspricht? «All Joy and No Fun» klingt deprimierend. Ist es aber nicht, wie sich bei der Lektüre – denn natürlich musste ich ein Buch mit einem solchen Titel lesen – herausstellte. Das Buc...

Wieviel ist ein Hausfrau wert?

Sie arbeiten gratis. Viel. Doch wieviel sind Hausfrauen in Franken umgerechnet "wert"? Viel, wie sich zeigt, denn das kann jetzt nämlich online berechnet werden. Und das tut irgendwie gut. «Wie viel ist die Arbeit einer Hausfrau wert?» Das der Titel einer Studie, die jährlich von « Salary » durchgeführt wird. So gaben 2013 über 6000 Mütter an, wie viele Stunden sie wöchentlich für die Hausarbeit aufwenden. Das Ergebnis? 94 (!) Stunden putzt, kocht, wäscht, räumt auf, bügelt eine Hausfrau (welche meist nebenbei noch ein, zwei drei Kinder versorgt) pro Woche!!   Gemäss den Berechnungen von Salary käme dies einem Jahressalär von über US$ 80‘000, sprich einem monatlichen Verdienst von knapp US$ 7‘000 gleich. Und hier reden wir von amerikanischen Löhnen. Umgerechnet für die Schweiz dürfte dies bei einem Stundenlohn von durchschnittlich CHF 30.00, einen Monatslohn von CHF 11‘280.00 entsprechen. Nicht schlecht! Das Problem ist nur, Hausfrauen verdienen nichts. Rein ...

Die Tyrannei der Rabenmutter

Rabenmütter, wo man hinschaut. Sind sie nun besser als die ewigen Supermamis?  Als bekennende Rabenmutter lancierte ich vor ein paar Jahren einen Blog , in dem es darum ging, dass eine Mutter eben nicht nur das ist, sondern auch politisch, kulturell und mode-interessiert. Eine Frau halt. Wie vor dem Kind auch. Nur jetzt halt mit Kind. Die Reaktionen auf meine Texte waren meist positiv: «Endlich jemand, der sagt, wie es ist!» ist der meist gelesene Kommentar im Blog. (Zugegeben, manche legten mir auch nahe, meine Kinder zur Adoption freizugeben, aber das waren nicht sooo viele...) Heute gibt es viele solcher Blogs auch im deutschen Sprachraum. Mütter, die sich nicht mehr sagen lassen wollen, ob sie jetzt stillen, ihre Kinder in die Krippe geben, arbeiten oder zu Hause bleiben sollen. Die das Muttersein nicht als Persönlichkeits-veränderung verstehen. Bücher schiessen wie Pilze aus dem Boden, die uns darin bestätigen, dass Kinder haben zwar das Tollste, aber gle...

«Alle nackig!»

So ähnlich könnte man das französische Kinderbuch bezeichnen, das gerade für einen mittleren Skandal sorgt. Eigentlich gibt es das Buch schon seit drei Jahren. In die Medien kam es aber dank des viel mediatisierten Kopfes der Mitte-Rechts-Partei UMP, Jean-François Copé, der sich in einem Radio- Interview darüber beklagte, was den Kindern in der Schule «serviert» werde. Schaut man sich die Bilder von «Tous à poil» an, merkt der geneigte Leser – zumindest der humorvolle –, dass das Buch weder besonders pädagogisch, noch lehrreich daher kommen soll. Das Bilderbuch ist vor allem eines: witzig. Es soll einfach zeigen, dass wir unter unseren Kleidern alle, wenn nicht gleich, dann doch sehr ähnlich sind. Nach dem Schweizer Lamento gegen die «Sexboxen» im Kindergarten, Lehrer, die den Schülern Porno-Literatur vorsetzen, kommen jetzt die Franzosen: Bereits vor ein paar Wochen gingen Menschen auf die Strasse, weil sie sich gegen einen angeblich sexuali...

Zum Valentinstag: Liebe deinen Mann! (Mehr als deine Kinder!)

Die Liebe zum Mann ist wichtiger als die Liebe zu den Kindern. Ein Erklärungsversuch. „Mami, liebst du Papi mehr oder genauso wie uns?“ Hoppla! Was war das denn? Beim Frühstück fragt mich mein Grosser manchmal seltsame Sachen. Ob den Pavianen ihr Po eigentlich brennt oder ob er auch schon mit Schreiben sein Geld verdienen kann. Zum Beispiel. Ob ich ihn mehr liebe als seinen Vater? Der ist neu und plötzlich hätte ich an diesem Morgen lieber eine Frage aus Fauna und Flora gehabt. Natürlich antwortete ich genau auf die ausweichende Art, die jeder Erwachsene gebraucht, wenn er die Antwort auf eine Frage nicht wirklich kennt: „Es ist nicht dieselbe Liebe.“ Doch stimmt das wirklich?  Mal sehen. Für meine Kinder würde ich ALLES tun. Vor einen fahrenden Zug springen, um sie zu retten. Jeden zur Schnecke machen, der ihnen etwas antun will. Berge versetzen, um sie nie leiden zu sehen. Doch ist das bei meinem Mann soviel anders? Ich würde ja nur nicht vor den fahre...