Direkt zum Hauptbereich

Posts

Last-Minute-Geschenke für Faule

Wenn du auf diesen Post geklickt hast, gehörst du wahrscheinlich zu den verzweifelten, die noch kein Weihnachtsgeschenk für die Schwägerin oder den Göttibueb. Oder vielleicht findest du, deine Kids könnten an Weihnachten ruhig mal etwas anderes tragen als Leggings und T-Shirt. Dann habe ich das Richtige für dich. Je nach dem, wie ihr das mit den Geschenken handhabt, kommt jedes Jahr ganz schön was zusammen. Und da kann es auch passieren, dass jemand vergessen geht. Meist denkt man an die eigenen Kinder und den Partner, alle anderen kommen da an zweiter Stelle. (Ausser du hast zwei Kinder, wie ich und die Anzahl Geschenke stimmt nicht überein, so dass du dann doch noch ein weiteres für deinen Sohn brauchst, um Eifersüchteleien zu vermeiden...) Wie auch immer, hier ein paar Last-Minute-Ideen für die Lieben:   L'asticot - Swiss Ethical Kids Design Denn wir sind uns alle einig: Kleider aus bangladeshi Kinderhänden gefertigt sind Mist. aber billig. Doch zu weihnachten dürfe...

Nein, wir sind nicht alle gleich

Wenn wir mit Kindern über Rassismus reden, lügen wir sie an. Weshalb wir damit aufhören sollten. «Mami, ist Rebekka eigentlich mit Schokolade überzogen?» fragte mich mein damals Dreijähriger, als ich ihn in seiner Multi-Kulti-Krippe abholte. Hin- und hergerissen zwischen Empörung und Schmunzeln, habe ich ihm erklärt, was es mit der Hautpigmentierung von Menschen afrikanischer Abstammung auf sich hat. «Aber sonst ist sie genauso wie du.» Natürlich konnte ich mir diese li(e)berale Allerwelts-Antirassismus-Floskel nicht verkneifen. Schliesslich bin ich mit links-denkenden Eltern aufgewachsen, die jede Art von Xenophobie auf's Höchste verurteilten. Und immer noch tun.  Damit Sie mich richtig verstehen: Meine Familie ist auch Multi-Kulti: Italien, Deutschland, Frankreich, Libanon, Schweiz, Japan, Indien, China.... Das sind ein paar der Nationalitäten, von der meine Grossfamilie abstammt. Ich kann getrost behaupten, dass Rassismus mir fremd ist und ich die Ansichte...

«Das kriegen wir schon hin.»

Wenn ein Kind kommt, denken wir das alle. Doch dann kommt es anders: Stress, wenig Schlaf, Beziehungskrise, dringendes Pipi im Feierabendverkehr. Doch will ich mir das im Kino antun? Viele Filme und Serien haben das Genre schon unter die Lupe genommen. Meist wurde Slapstick daraus, denn die Panik der Eltern vor dem ersten Kind eignet sich nun mal bestens dazu. Wenige Produktionen thematisierten bis heute die stinknormale Familie, wie wir sie sind. Wieso eigentlich? Wohl deswegen, weil wir es zwar popcorn-schmatzend geniessen, Kriegshelden fallen und Liebesbeziehungen auseinanderbrechen zu sehen. Unser eigenes Leben vorgeführt zu bekommen, ist aber zu schmerzhaft. Und entsprechend langweilig. Auch kann es heikel sein, wenn Mami und Papi den Film zusammen schauen und ihre Defizite von bekannten Schauspielern gespielt sehen. Oder haben Sie vielleicht « Motherhood » (mit Uma Thurman, 2009) oder « Little Children » (mit Kate Winslet, 2008) gesehen? Sollten ...

Noch 30 Mal schlafen und dann ist Weihnachten!

Als perfekte Einstimmung möchte ich euch deshalb "Eine Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens empfehlen. Schwere Kost? Nicht, wenn es von Kindern gespielt wird. Ach ja und vergesst die Taschentücher nicht!... Eigentlich ohne Überraschung hat das Kinder-Tanztheater Neftenbach auch dieses Jahr wieder ein sensationelles Spektakel auf die Beine gestellt: "Eine Weihnachtsgeschichte". Der englische Klassiker von Charles Dickens wird von Claudia Cortis Schülern und Schülerinnen interpretiert, von denen einige wirkliche Talente sind. Es ist nicht so, wie ihr vielleicht denkt (das dachte ich beim ersten Mal nämlich auch): Es ist keine Kinder-Aufführung. Da würde es ja keinen Sinn machen, wenn das eigene Kind nicht dabei ist, richtig? Es sind zwar Kinder, die spielen, tanzen und singen, aber das Stück ist so professionell aufgezogen, dass man das ehrlich vergisst und einfach nur das Spektakel geniesst. Und der Auftritt der ganz Kleinen als Engelein darf man einfac...

Für alle, die kein rosa mögen...

Das Problem wurde vielleicht gelöst. Denn auch mit rosa Plastik-Mist lässt sich offenbar etwas Schlaues für coole Girls erschaffen. Wie ausgerechnet ein Spielzeuganbieter uns darauf aufmerksam machen will.  GoldieBlox , der von Ingenieurin Debbie Sterling gegründete Spielzeughersteller, macht schon seit einem Jahr in Sachen Girl Power von sich reden . Und die Girls werden immer lauter. Der letzte Coup legt neue Worte über einen alten Song der Beastie Boys. Die drei coolen Mädchen verwandeln einen rosa Prinzessinnen-(Alb)traum in eine unglaubliche Prinzessinnen-Maschine, welche ausschliesslich aus echtem Spielzeug gebaut wurde. Der Text spricht dann für sich: Zeit für Veränderung! Wir verdienen mehr Bandbreite, denn alle unsere Spielsachen sehen identisch aus, und wir würden gerne unsere Gehirne nutzen. Wir sind mehr als nur Prinzessinnen-Maiden! So, ich muss jetzt los und meiner Tochter helfen, eine solche Maschine aus all ihrem rosa Müll zu bauen... Falls ...

«Mami kann eben nichts»

  Ich kann weder kochen noch basteln noch backen. Sind meine Kinder trotzdem stolz auf mich? Gedanken dazu. Räbeliechtli-Schnitzete. Ein Event, an dem alle Mamis (und ein paar verirrte Papis) sich im Schulzimmer wiederfinden, um ihren Kindern zu helfen, die viel zu harten, stinkenden, Gemüsebälle in Form zu bringen. Seit mein Mann letztes Jahr das Schnitzen übernommen und – als Designer und Zeichner – wunderschöne Räben für unseren Sohn geschnitzt hat, ist er dran. Er muss jetzt jedes Jahr. Denn «meine» Räben wurden eins, zwei, zack, zack jeweils mit ein paar Guetzli-Formen geschmückt und damit hatte es sich. Ich kann das nämlich nicht. Genauso wenig, wie ich nähen, basteln, werken und all die Sachen kann, für die ich meine Kinder eben in den Kindergarten schicke. Er schon. Also war der Monsieur auch dieses Jahr dabei, und wir teilten uns die Aufgaben auf: Ich höhle aus, er kümmert sich um die Kunst. Eine klare, den Talenten entsprechende, Aufteilung. Womit...

Nein, Mutter sein ist nicht der wichtigste Job der Welt

  Eine englische Journalistin empfiehlt uns allen, diesen «Slogan» fallen zu lassen. Lesen Sie, weshalb sie Recht haben könnte. «Mutter sein ist NICHT der wichtigste Job der Welt. Da. Ich hab’s gesagt!» So fängt Catherine Devenys Artikel von letzter Woche im englischen «The Guardian» an. Sie bezieht sich dabei auf eine Umfrage des amerikanischen Elternmagazins « Parents », in dem offenbar 92% der befragten Mütter angaben, Mutter sein sei der wichtigste Job der Welt. Wieso sie denkt, dieser oft gehörte Satz könne sie so nicht stehen lassen? Hier ihre Argumente: Wenn es der wichtigste Job ist, wieso wird der Satz als Slogan für Klo-Reiniger benutzt? Wieso gibt es nicht mehr Männer, die diesen ach so tollen Job machen möchten? Oder wer hat schon mal einen Mann sagen hören «Vater sein ist der tollste Job der Welt»? Diese Vergötterung der Mutter führt dazu, dass alle anderen Bezugspersonen sich in ihrer Bedeutung minderwertig fühlen müssen. Was bedeutet dieser Satz fü...