Die SVP trägt wiedermal dick auf. Mittels einer Plakatkampagne stellt die Luzerner Partei das HarmoS-Projekt als Kindesmisshandlung dar. Und behauptet erst noch (auch dies nicht zum ersten Mal) Unwahrheiten in Bezug auf diese Schulreform, über die viele Kantone in den nächsten Monaten abstimmen werden. Tages Anzeiger von heute :In ihrem Kampf gegen moderne Schulen behauptet die SVP, Problemkinder würden künftig das Niveau der Schulen nach unten reissen. Stimmt das so? Von David Schaffner Wer durch die Strassen im Kanton Luzern geht, könnte meinen, die Schweizer Kinder würden nächstens von einem grässliches Schicksal ereilt werden: Auf Plakatwänden sind überall weinende Mädchen und Buben zu sehen, die die Passanten mit flehentlichen Blicken fixieren. Wer dabei denkt, es handle sich um eine Kampagne gegen häusliche Gewalt, sieht sich aber getäuscht: Der Absender der Botschaft, die SVP, kämpft mit den heulenden Kleinen gegen Harmos und will so moderne und einheitliche Schulen verhindern...